Alterssiedlung Gill plant Erweiterung

EBNAT-KAPPEL. Die 1994 eingeweihte Alterssiedlung hat eine lange Warteliste. Nun plant sie einen Erweiterungsbau für 15 bis 20 Wohnungen und eine ärztliche Gemeinschaftspraxis.

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Die 24 Wohnungen in der Alterssiedlung Gill in Ebnat–Kappel sind immer vermietet. (Bild: pd)

Die 24 Wohnungen in der Alterssiedlung Gill in Ebnat–Kappel sind immer vermietet. (Bild: pd)

Sechzehn Jahre sind es mittlerweile her, seit im Herbst 1994 die Alterssiedlung Gill feierlich eingeweiht worden ist. Seither betreibt die Genossenschaft mit gutem Erfolg die 24 vornehmlich 21/2Zimmer-Alterswohnungen. Das Angebot ist beliebt. Im Haus herrscht ein guter Gemeinschaftsgeist und ein umsichtiges Hauswart-Ehepaar ist stets für die Anliegen der Bewohnerinnen und Bewohner da.

Lange Warteliste

Seit Beginn weg haben alle Wohnungen immer vermietet werden können und seit Jahren besteht eine längere Warteliste. Der Verwaltungsrat erachtet es deshalb als gegeben, das bestehende Wohnungsangebot angemessen zu erweitern. Dieses Vorhaben ist aber nicht ohne Unterstützung durch die Öffentlichkeit möglich. Das heutige Baugrundstück ist im Besitz der Politischen Gemeinde.

Der Genossenschaft Alterssiedlung Gill steht daran auf die Dauer von 100 Jahren ein unentgeltliches Baurecht zu. Die Politische Gemeinde hat sich in verdankenswerter Weise bereit erklärt, auch für eine allfällige Erweiterung angrenzend an das bestehende Areal das erforderliche Land (im Baurecht oder zu einem Vorzugspreis) der Genossenschaft zur Verfügung zu stellen.

Die Genossenschaft hat das Architekturbüro Jörg Rüesch, Kunstwerkstatt, Ebnat Kappel, mit einer Machbarkeitsstudie für die Erweiterung der Alterssiedlung beauftragt. Die Studie soll aufzeigen, ob und wie sich angrenzend an das heutige Gebäude (entweder auf dem Areal des Kinderspielplatzes oder der Grümpi-Festzeltwiese) ein Erweiterungsbau realisieren liesse und die Grundlage für ein allfälliges Bauprojekt liefern.

Der Verwaltungsrat geht dabei davon aus, dass aus wirtschaftlichen Gründen etwa 15-20 weitere Wohnungen realisiert und aufgrund der gehobenen Ansprüche und Bedürfnisse vornehmlich 31/2-Zimmer-Wohnungen bereit gestellt werden sollten.

Gemeinschaftspraxis im Gill?

Der Neubau soll die Anforderungen an den Minergiestandard erfüllen. Es sollen auch grössere Gemeinschaftsräume und ein attraktiver Aussensitzplatz entstehen.

Für die schon heute in der Alterssiedlung untergebrachte Spitex soll zusätzlicher Raum bereitgestellt werden.

Die Grundrisse der Wohnungen sollen flexibel gestaltet werden. Bei Bedarf und auf Wunsch soll es so auch möglich sein, im Erdgeschoss anstelle von Wohnungen an diesem Ort die für Ebnat-Kappel angestrebte ärztliche Gemeinschaftspraxis zu realisieren.

Die Arbeiten an der Machbarkeitsstudie sind im Gang. Erste Skizzen und Ideen liegen vor. Das Ergebnis der Studie wird bis Ende Oktober erwartet und dann der Bevölkerung vorgestellt. Der Verwaltungsrat beschäftigt sich im Anschluss daran mit der Umsetzung und Finanzierung des Vorhabens. (pd)