Altersheim-Neubau im Schnee

BÜHLER/GAIS. Die Elemente für den Altersheim-Neubau in Bühler werden aufgebaut. Trotz erneuten Schnee-Einbruchs kann der Zeitplan eingehalten werden. Die Arbeiten werden hauptsächlich von Unternehmen aus der Region ausgeführt.

Drucken
Teilen
Die Elemente des Neubaus des Alters- und Pflegeheims konnten unter kontrollierten Bedingungen in der Produktionsstätte von der Holzbaufirma Nägeli in Gais produziert werden. In diesen Tagen werden sie nun in Bühler aufgestellt. (Bild: pd)

Die Elemente des Neubaus des Alters- und Pflegeheims konnten unter kontrollierten Bedingungen in der Produktionsstätte von der Holzbaufirma Nägeli in Gais produziert werden. In diesen Tagen werden sie nun in Bühler aufgestellt. (Bild: pd)

Unter kontrollierten Bedingungen wurden die Holzbauelemente für den Neubau des Altersheims Bühler in den Hallen der Firma Nägeli AG in Gais vorgefertigt. Parallel zur Elementproduktion liefen auf der Baustelle selber die Baumeisterarbeiten. Wie aus einer Medienmitteilung hervorgeht, mussten diese wegen des anhaltenden Schneefalls mehrmals unterbrochen werden.

Trotzdem kann in diesen Tagen der Rohbau planmässig erstellt werden. Bauleiter Peter Heim freut sich: «Wir sind immer noch im Zeitplan. Schnee gehört in dieser Jahreszeit einfach dazu. Das ist nicht aussergewöhnlich. Wir müssen die Elemente einfach besser abdecken, was mit einem höheren Arbeitsaufwand verbunden ist.»

Heimbetrieb mit Bauarbeiten

Für die am Bau beteiligten Unternehmen ist die Arbeit unter dem ganz normal laufenden Heimbetrieb viel die grössere Herausforderung. «Wir müssen ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheit der Pensionäre und die mögliche Gefahren haben», erklärt Peter Heim. Die Situation verlange von allen Beteiligten hohe Flexibilität. Gemeindepräsidentin Inge Schmid weiss: «Die Bewohner sind interessiert und wissbegierig. Die Pensionäre haben sich mit der Situation gut arrangiert.»

Die Gemeinde Bühler als Betreiberin des Alters- und Pflegeheims bekommt derweilen die ersten Anfragen für Reservationsverträge. «Der Neubau entspricht dem Bedürfnis der Bevölkerung. Es gibt zukünftige Bewohner, die sich ein Zimmer reservieren oder die Zimmerpläne einsehen möchten», erklärt Inge Schmid.

Regionale Arbeitsvergabe

Finanziert wird die Investition von rund fünf Millionen Franken von der Genossenschaft Altersheim Bühler. Neu wird das Alters- und Pflegeheim insgesamt 30 Zimmer sowie eine kleine Wohnung mit zwei Zimmern anbieten können. Gilgian Leuzinger, Vorstandsmitglied der Genossenschaft, freut sich, dass bereits 84 Prozent des Auftragsvolumens vergeben werden konnten: «40 Prozent dieser Arbeiten haben wir an Genossenschafter vergeben. Uns ist es wichtig, regionale Unternehmen zu berücksichtigen. 74 Prozent der Aufträge durften wir in den Gemeinden Bühler, Teufen und Gais vergeben.» Weitere vier Prozent entfallen auf den restlichen Kanton. Aus Sicht der Genossenschaft läuft bis jetzt alles reibungslos. Einzig der Zustand des bestehenden Gebäudes ist etwas schlechter als ursprünglich angenommen. «Es ist aber nicht besorgniserregend», versichert Gilgian Leuzinger.

Hektische Phase steht bevor

Sobald der Rohbau steht, wird es im Neubau wie in einem Bienennest zu und her gehen. Vom Elektriker, über den Sanitär, den Maler, den Gipser und Plattenleger bis zum Liftbauer werden alle Handwerksgattungen fast zur selben Zeit ihre Tätigkeit im Bau aufnehmen. Dementsprechend wichtig ist die Koordination und Planung der einzelnen Arbeiten. Ziel ist es gemäss der Medienmitteilung, dass der Neubau Anfang September an die Genossenschaft übergeben werden kann und die Gemeinde den erweiterten Heimbetrieb aufnimmt. Für den Bauleiter Peter Heim und alle Handwerker bedeutet es bis dorthin noch viel Arbeit: «Der Auftrag ist rein von der Logistik her schon eine Herausforderung. Normalerweise bauen wir Ein- oder Zweifamilienhäuser. Mit dem neuen Alters- und Pflegeheim in Bühler realisieren wir nach dem Bad Säntis das zweite mehrgeschossige Altersheim im Massivholzbau.» Dieser habe unter anderem den Vorteil, dass einheimisches Holz regional weiterverarbeitet wird und nach der Nutzungsdauer des Objekts in Form von Brennholz weiterverwendet oder der Natur zurückgegeben werden kann. (pd)

Aktuelle Nachrichten