Altersgerechtes Wohnen fördern

Nicht nur die aktuellen Geschäfte kamen an der Versammlung der Genossenschaft Alterswohnungen Gill zur Sprache, sondern auch das Bestreben, altersgerechtes Wohnen zu fördern.

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Ebnat-Kappel. «Jeder möchte alt werden, aber niemand will alt sein», sagte Arthur Lieberherr in seinen einleitenden Worten. Er habe sich gefragt, warum sich die meisten Menschen mit dem Alter so schwer tun. Aber letztlich meinte er: «Man ist so alt, wie man sich fühlt, und darüber entscheiden allein unsere Gedanken und unsere Einstellung.»

Gemeinde erstellt Altersleitbild

Er informierte die Bewohnerinnen und Bewohner über verschiedene Bestrebungen, die innerhalb der Gemeinde zum Thema «Wohnen im Alter» gemacht werden.

Der Gemeinderat sei dabei, ein Altersleitbild zu erstellen, und eine private Personengruppe mache sich unter dem Motto «wohnen+» Gedanken über attraktives Wohnen im Alter. Auch der Verwaltungsrat der Alterssiedlung mache sich Gedanken, ob das Bedürfnis zur Erweiterung vorhanden sei. Seit Jahren werde eine Warteliste geführt, welche derzeit den Stand von 25 Personen aufweise.

Es gehe nun darum, die Situation in der Gemeinde gesamthaft anzuschauen und zu überlegen, welcher Bedarf ausgewiesen werde. In Gesprächen mit der Gemeinde und der privaten Gruppe will man herausfinden, ob auch die Alterssiedlung erweitert werden sollte. Arthur Lieberherr ermunterte die Anwesenden, ihre Gedanken und Ideen dazu an der nächsten Mietersitzung kundzutun.

Dass Gedanken einer Erweiterung der Alterssiedlung, aber auch konkrete Wünsche wie etwa ein gemeinsamer Mittagstisch, ein Aufenthaltsraum oder ein Fitnessbereich vorhanden sind, war verschiedenen Wortmeldungen zu entnehmen. Zwar musste wiederum von ein paar Mitbewohnern für immer Abschied genommen werden, aber insgesamt könne er auf ein erfreuliches Jahr zurückblicken, sagte Arthur Lieberherr.

Zu den wichtigsten Aktivitäten gehörten der gemeinsame Ausflug, ein Grillplausch, ein Platzkonzert und die gemeinsame Weihnachtsfeier. Daneben organisierte das Verwalterpaar Käthi und René Giezendanner unter anderem die Wahl eines «Altersheim-Königs», einen Unterhaltungsabend, einen Vortrag, das gemeinsame Spaghetti-Essen am Grümpelturnier und Adventsanlässe.

Ein gutes Jahr, auch finanziell

Die Jahresrechnung, vorgestellt von Kassier Rolf Forrer, weist erfreuliche Zahlen aus. Dank Amortisation der Hypotheken im geplanten Rahmen konnte die Zinslast entsprechend reduziert werden. Günstiger fielen die Nebenkosten für die Heizung aus, während dagegen die Kosten für das Wasser anstiegen. Die Jahresrechnung weist einen Verlust von knapp 3500 Franken auf, welcher mit dem Gewinnvortrag aus dem Jahr 2008 verrechnet wurde. Übrig bleibt ein neuerlicher Gewinnvortrag von etwas über 5000 Franken.

Der Voranschlag sei im üblichen Rahmen getätigt worden, sagte Forrer. Allerdings sei die Finanzierung der Lift-Sanierung im Umfang von rund 60 000 Franken eingerechnet. Die Amortisation dürfte deshalb um diesen Betrag geringer ausfallen. Ein besonderes Dankeschön vom Verwalterpaar und den Bewohnern durfte Roland Luginbühl für sein «offenes Ohr» bei den Mietersitzungen und Dienstbereitschaft «rund um die Uhr» entgegennehmen. (es)

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