ALTENPFLEGE: Spätdienst ist gefragt

Erstmals fand die Hauptversammlung des Spitex- Vereins Oberuzwil-Jonschwil-Lütisburg über Mittag statt. Mit Erfolg.

Christine Gregorin
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88 Mitglieder statt der durchschnittlich 25 nahmen diesmal an der HV teil. (Bild: Christine Gregorin)

88 Mitglieder statt der durchschnittlich 25 nahmen diesmal an der HV teil. (Bild: Christine Gregorin)

Christine Gregorin

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Die Statistik 2016 zeige, dass die Einsatzdauer für pflegerische Leistungen um 709 auf 7644 Stunden gestiegen sei, was einer Zunahme um 10,2 Prozent entspreche, berichtete Präsidentin Caroline Bartholet. Nach einem Rückgang in den vergangenen Jahren verzeichneten auch die Zahlen im hauswirtschaftlichen Bereich erstmals wieder einen Zuwachs: um 319 auf total 4259 Stunden (8 Prozent).

Diese Steigerung der Einsatzstunden zeige, dass die Spitex einem wachsenden Bedürfnis entspreche und somit einen wichtigen Auftrag erfülle. Sehr gefragt sei der neu eingeführte Spätdienst bis um 22 Uhr, berichtete die Präsidentin weiter.

Mit dem Ziel, Hauswirtschaft sowie Betreuung zu stärken und letztlich ein neues Angebot zu schaffen, damit die Klientinnen und Klienten möglichst lange zu Hause bleiben und deren Angehörige entlastet werden können, wurde die Projektgruppe «Betreuung plus» gebildet. Eine Bachelorarbeit an der Fachhochschule St. Gallen bildet dazu die Grundlage. Darin sollen folgende Fragen eruiert werden: Welche zusätzlichen Leistungen machen Sinn im Rahmen von «Betreuung plus»? Welcher Nutzen entsteht für die öffentliche Hand, die Klienten, pflegende Angehörige und die Spitex? Und welche zusätzlichen Qualifikationen brauchen die Mitarbeiterinnen?

Personalbestand von 21 Mitarbeiterinnen

Ende 2016 beschäftigte die Spitex Oberuzwil-Jonschwil-Lütisburg 21 Mitarbeiterinnen mit total 1124 Stellenprozenten. «Für ihre grossartige tägliche Arbeit danke ich ihnen herzlich», sprach Caroline Bartholet wohl den meisten anwesenden Mitgliedern aus dem Herzen.

Nach der HV gewährten Lydia Koller vom Palliativen Brückendienst der Krebsliga Ostschweiz in St. Gallen sowie die beiden Spitex-Mitarbeiterinnen Nadja Scheiwiller und Christine Strupler Einblick in ihren Alltag. «Wenn scheinbar nichts mehr zu machen ist, ist immer noch viel möglich und deshalb viel zu tun», machten sie deutlich. Palliative Care umfasst insbesondere die Betreuung, Begleitung und Behandlung von Menschen mit unheilbaren, lebensbedrohlichen und/oder chronisch fortschreitenden Krankheiten. Als multidisziplinäres Angebot ist Palliative Care ein Zusammenspiel von Fachkräften und freiwillig Engagierten – stets im gemeinsamen Bestreben, den Bedürfnissen von Patienten und Angehörigen möglichst gerecht zu werden.