Alte Zeitungen in «Bierquelle»

Bei der Renovation des Hauses «Bierquelle» in Heiden sind Zeitungen aus den 1870er-Jahren entdeckt worden. Sie dienten als Isolationsmaterial.

Peter Eggenberger
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Eigentümer Werner Willi (links) und Wirt Destan Rashiti amüsieren sich über die Mitteilungen in einer der entdeckten Zeitungen. (Bild: pe)

Eigentümer Werner Willi (links) und Wirt Destan Rashiti amüsieren sich über die Mitteilungen in einer der entdeckten Zeitungen. (Bild: pe)

HEIDEN. Nach dem Dorfbrand von 1838 vergrösserte sich Heiden auch in Richtung Bissau, wobei die durchgehende Strasse nach Oberegg 1866 entstand. Vermutlich wurde wenige Jahre später das bis heute als Restaurant dienende Haus «Bierquelle» erbaut. Die bei der Entfernung der mit Holzschindeln verkleideten Fassaden ans Tageslicht geförderten Zeitungen lassen diesen Schluss zu. Es handelt sich um Titel wie «Appenzeller Sonntagsblatt» und «Appenzeller Anzeiger».

Tanzmusik im «Bellevue»

Erinnert wird in der Ausgabe vom 5. August 1876 unter anderem an die verschwundenen Wirtschaften «Bellevue» und «Felsenkeller», deren Wirte auf Montag, den 7. August, zu Musik und Tanz einladen. Zudem fordert das örtliche Kur-Comité zum Besuch des 1874 eröffneten Kursaals auf. Weiter wird für die Poststelle Wolfhalden ein Ablagehalter gesucht, dem ein Jahresgehalt von 600 Franken in Aussicht gestellt wird.

Als unvergessene «Bierquelle»-Wirtin ist Rosa Sterchi in die jüngere Geschichte eingegangen. 1946 begann sie hier zu wirken, wobei sie langjährig von Serviertochter Ida Bischof unterstützt wurde. Nachfolgerin wurde 1984 Berti Walther, die bis in die 1990er-Jahre wirtete. 1991 erwarb Unternehmer Werner Willi, Wolfhalden, die Liegenschaft, die er vor sechs Jahren an das albanischstämmige Ehepaar Rashiti verpachtete. Der jetzige Wirt wohnt seit 1990 in der Schweiz und absolvierte die Kellnerlehre im Hotel Einstein in St. Gallen, arbeitete später im «Bären» in Grub und wagte dann den Schritt in die Selbständigkeit.

Diverse Erneuerungen

Das gegenwärtig bis April laufende Umbauprogramm sieht die Erneuerung aller Fassaden und Fenster sowie der WC-Anlage vor. Weiter werden der Keller erweitert, die Gartenwirtschaft verlegt und Neuerungen im Restaurant realisiert. Die «Bierquelle» bleibt auch während des Umbaus geöffnet.

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