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ALT ST. JOHANN: Vorfreude aufs Klangfestival Naturstimmen

Zum achten Mal findet vom 9. bis 21. Mai das Klangfestival Naturstimmen statt. Einmal mehr ist es den Festivalmachern gelungen, ein facettenreiches und spannendes Programm mit attraktiven Rahmenanlässen zusammenzustellen.

Das alle zwei Jahre stattfindende Klangfestival Naturstimmen hat längst einen fixen Platz in der Agenda vieler Musikliebhaber und eine treue, stetig wachsende Fangemeinde. Der anhaltende Erfolg des Festivals basiert einerseits auf der spannenden Grundidee, andererseits auf der durchwegs sehr hohen Qualität der einzelnen Interpreten und Konzerte. Man darf sich also wieder freuen und das 2018 gleich ein Dutzend Mal, denn an den Sonntagen finden neu jeweils zwei Konzerte statt. An den zwölf Konzerten werden insgesamt etwa 300 Sängerinnen und Sänger das Toggenburg zum Klingen bringen. Traditionellerweise ist die ganze Welt vertreten und natürlich auch die Schweiz, denn der Dialog der Kulturen und Kontinente gehörte ja von Anfang an zur DNA des klingenden Festivals.

Europa, Asien, Afrika, die internationalen Acts kommen aus der ganzen Welt: der Sänger Quang Ngo Hong aus Vietnam, die Gruppe Sutari aus Polen, die Sängerin Natasa Mirkovic aus Bosnien-Herzegowina, die Newcomer-Band Halau Ha’a Kea o Kinohi aus Hawaii, die Vokalistin Victoria Hanna aus Israel, Njamy Sitson aus Kamerun, Merema, der Chor aus Russland, Parvathy Baul aus Indien, die Gruppe Kalakan aus dem baskischen Teil Spaniens und schliesslich Voxtra, eine spannende Gruppe mit Sängerinnen und Sängern aus verschiedenen Ländern. Die Schweiz ist einmal mehr mit klingenden Namen vertreten: Mit von der Partie sind diesmal die Jodlerinnen und Jodler der Jodelclubs Teufen und Wattwil, das Jodelchörli Säntisgruess, das Churfirstenchörli und das Engelchörli, das Jodelterzett Anuschka-Kathrin-Heidi, die Singfrauen Winterthur, das Pirmin Huber Ländlerorchester mit dem Jodler Bernhard Betschart und ausserdem die Solistin Maria Walpen. Weitere Highlights sind der Jugendchor jutz.ch und die Gruppe Pulkkinen-Räss-Sadovska rund um die Jodlerin Nadja Räss mit drei Gastsängerinnen aus diversen Ländern.

Als Neuheit finden vor den Konzerten sogenannte KlangTalks statt. Thematisiert werden globale und lokale Fragen unter ganz persönlichen, aber auch gesellschaftlichen Aspekten. Man darf sich auf spannende Veranstaltungen und überraschende Ansichten freuen.

Probieren statt konsumieren in den Workshops

Im Rahmen des Klangfestivals finden seit Jahren immer auch diverse kürzere Schnupperkurse und längere Vertiefungskurse statt. Auch dieses Jahr konnten wieder einige auftretende Künstler und externe Kursleiter, welche speziell für den Anlass ins Toggenburg reisen, verpflichtet werden. 15 verschiedene Schnupperkurse stehen auf dem Programm. Sie dauern jeweils zwei Stunden, können von jedermann gebucht werden – sie setzen also keine Vorkenntnisse voraus. Die Vertiefungskurse, welche bis zu vier Tage dauern, richten sich vorwiegend an Teilnehmer mit Vorkenntnissen. Hier geht es darum, vorhandenes Können und Wissen zu vertiefen oder auszubauen: Eine schöne und anspruchsvolle Ergänzung des Festivalprogramms.

Die bewährte Zusammenarbeit des Klangfestivals mit der Primarschule Alt St. Johann wird auch 2018 weitergeführt. Für das aktuelle Schulprojekt konnte der African Children’s Choir «Hanvivi» aus Benin unter der Leitung des für die afrikanische Jugend stark engagierten Félix Nassi gewonnen werden. Ausserdem werden die Toggenburger Kinder skandinavischen Gesang, Jodeln, Volkstanzen und Hula-Tanz lernen. Natürlich direkt von den Hawaiianern der Gruppe Halau Ha’a Kea o Kinohi. Das Erarbeitete wird bei einem öffentlichen Schlusskonzert am Sonntagnachmittag, 20. Mai, präsentiert.

Die Besucher können in der Klangschmiede eine Ausstellung zum Thema Senntum und Brauchtumskultur «rond om de Säntis» erleben. Nicht nur anschauen, sondern auch ausprobieren, erfahren und selber erleben ist angesagt: Das Programm umfasst Kurse von Schellenschmieden bis zum «Zaure & Ruggussele». Im Rahmen von «Artists in Residence» sind hier während des Klangfestivals ausserdem die beiden Sennensattler Hampi Fässler und Niklaus Frehner sowie die Trachtenschneiderin Katrin Abderhalden in der Klangschmiede zu Gast.

Der Kirchplatz als Kraftort

Beim Rahmenprogramm entsteht einiges spontan während des Festivals. So kann man in der geselligen Atmosphäre immer wieder erleben, dass nach dem Konzert plötzlich noch ein Ständchen gesungen wird, sich Jodler und Sängerinnen zusammentun und ihrer Freude am Singen freien Lauf lassen.

Das ist ein Beweis mehr, dass das Festival lebendig ist und nicht Punkt für Punkt absolviert und erledigt wird. Das Festival schafft viele Freiräume und Nischen; für Begegnungen und Gespräche, für kreative Überraschungen und spontane Ideen. So wird der Dorfkern von Alt St. Johann rund um den Kirch- und Propsteibezirk nicht nur zur Bühne und Kulisse, sondern immer wieder auch zum Kraftort und zur Inspirationsquelle. (pd)

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