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ALT ST. JOHANN: Anna und Dorothee haben das Wort

Im Konzert «Anna und Dorothee – Wort und Musik» von Peter Roth werden zwei historische Frauen in den Mittelpunkt gestellt. Der Komponist schafft im Stück auch eine Verbindung von Lateinisch und Deutsch.
Adi Lippuner
Der Toggenburger Komponist Peter Roth leitet die Probe der Solistinnen.

Der Toggenburger Komponist Peter Roth leitet die Probe der Solistinnen.

Adi Lippuner

redaktion@toggenburgmedien.ch

Bis zur Reformation stand für die Kirche Lateinisch im Zentrum, mit dem neuen Glauben hielt die deutsche Sprache Einzug. Jetzt schafft Musiker Peter Roth mit seinem Konzert «Wort und Musik» eine Verbindung zwischen den beiden Epochen, und die beiden Frauen an den Seiten von Ulrich Zwingli und Niklaus von Flüe, Anna und Dorothee, werden im Programm in den Mittelpunkt gestellt.

Bei «Wort und Musik» werden die beiden Kirchenchöre von Alt St. Johann, ergänzt durch Solostimmen, Lieder aus Messen und geistlichen Jodelkompositionen von Peter Roth singen. Mit der Vertonung des Psalms 139 steht zudem eine Uraufführung bevor. Klara Obermüller wird eigene Texte lesen und Graziella Rossi trägt Texte von Christoph Sigrist vor.

Peter Roth hat im Rahmen des 500-Jahr-Jubiläums der Reformation zwei Aufträge erhalten. Einer wird ein grosses, 80 Minuten dauerndes Requiem zum Abschluss des Jubiläums im Jahr 2018 sein. Der zweite Auftrag ist ein Konzert zum Abschluss der Ausstellung «Läb din Muet», welches am Samstag, 11. November, in Alt St. Johann und am Sonntag, 12. November, in Grabs zu hören sein wird. «Bei diesem Konzert habe ich die Zeit vor der Reformation, während der Lateinisch die Kirchensprache war, und nach der Reformation, ab dann wurde in der Kirche Deutsch gesprochen, verbunden», sagt der Toggenburger Komponist.

Peter Roth ist weit über die Region hinaus bekannt für seine tiefgründigen Werke. Sein Gottvertrauen und die Spiritualität sind in seinen Kompositionen hör- und spürbar. Kommt dazu, dass mehrere seiner Werke dem evangelischen Kirchenchor und der Solosängerin und Jodlerin Annelies Huser «auf den Leib» geschrieben wurden, oder wie Peter Roth einmal sagte: «Wenn ich komponiere, höre ich im Geiste bereits, wie Annelies Huser die Lieder singt.» Und so sind in seinem jüngsten Konzert insgesamt neun berührende Solostimmen dabei. Wenn die Frauen die bekannten Lieder und Jodelkompositionen anstimmen und das Ganze durch den evangelischen Kirchenchor, Leitung Doris Bühler Ammann, und den katholischen Kirchenchor, Leitung Werner Huser, und Peter Roth an der Orgel ergänzt wird, ist ein Konzert der Extraklasse garantiert. Ein Besuch der Probe zeigte, dass schon einige Wochen vor dem Konzertdatum viel Sicherheit und vor allem eine grosse Freude bei den Sängerinnen und Sängern vorhanden ist.

«Lache hilft bim Singe»

Wie spielerisch und mit wie viel Freude gesungen wird, war an der Probe hör- und spürbar. «Lache hilft beim Singe», so eine der Ermunterungen von Peter Roth an die Adresse der Solistinnen. «Das klingt wunderschön, lupenrein, himmlisch, fast so, als wäre eine Handvoll Engel hier», ertönte ein weiteres Lob. Auch bei der Probe des Gesamtchors, dort stand erst Doris Bühler Ammann beim Einsingen am Dirigentenpult, später übernahm Werner Huser, waren nur noch wenige Korrekturen nötig.

So dürfen sich die Konzertbesucher auf musikalische Leckerbissen wie das Kyrie aus der St. Johanner Messe oder «I Luege ue i d’Berge», ein Toggenburger Psalm, oder auf die Uraufführung, den Psalm 139, freuen. Ergänzt werden die musikalischen Darbietungen mit Texten, die Einblick ins Leben der Familie von Niklaus von Flüe geben. Damals, als dieser beschloss, inskünftig als Einsiedler zu leben. Die Texte über Anna Zwingli setzen dort ein, wo sie vom Tod ihres Mannes erfährt.

«Anna und Dorothee – Wort und Musik», am Samstag, 11. November, 20 Uhr, in der katholischen Kirche Alt St. Johann und Sonntag, 12. November, 17 Uhr, in der evangelischen Kirche Grabs.

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