Als Spender von Stammzellen Leben retten

10 000 neue Blutstammzellenspender will die Blutspende SRK Schweiz bis Ende Jahr gewinnen. Morgen Samstag findet ein nationaler «Tag der Tat» statt, um neue Spender zu finden. Der Samariterverein Stein und die Feuerwehr von Stein machen mit und informieren von 9 bis 11 Uhr vor der Post. Die Samariterin Franziska Ritter weiss mehr.

Roger Fuchs
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Franziska Ritter Samariterverein Stein; Zuständige für den morgigen Tag (Bild: pd)

Franziska Ritter Samariterverein Stein; Zuständige für den morgigen Tag (Bild: pd)

Franziska Ritter, warum engagieren Sie sich persönlich bei der Suche nach Blutstammzellenspendern?

Ritter: Mein Vater ist an Krebs gestorben. Ich weiss, wie schwer es für Angehörige ist, einen solchen Weg mitzugehen. Und niemand weiss, ob er oder sie einmal Hilfe nötig hat.

Was genau läuft denn nun morgen Samstag von 9 bis 11 Uhr vor der Post in Stein?

Ritter: Wir verteilen Informationsunterlagen zur Blutstammzellenspende. Darin steht auch, wo man sich registrieren kann. Interessierte können online einen Fragebogen ausfüllen oder sich einen solchen zusenden lassen. Anhand der Antworten wird sich herausstellen, ob jemand definitiv als Spender in Frage kommt.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Blutspende und Blutstammzellenspende?

Ritter: Bei der Blutspende wird Menschen Blut abgenommen. Bei der Blutstammzellenspende werden lediglich die Stammzellen aus dem Blut herausgefiltert. Letzteres wird nur an drei Standorten in der Schweiz gemacht: Zürich, Basel und Genf.

Angenommen, ich komme eines Tages als Spender in Frage, was erwartet mich dann?

Ritter: In diesem Fall würden Sie aufgeboten zu einem Gespräch, wo nochmals das ganze Prozedere und auch die zeitliche Abfolge erläutert wird. Dann wir eine Probe genommen, und es wird nochmals kontrolliert, ob auch alles okay ist. Wenn alles stimmt, wird man in eines der drei Zentren für die Blutstammzellenspende geschickt.

So wichtig die Blutstammzellenspende ist, so wenige beteiligen sich morgen Samstag daran. Im Appenzellerland wird nur in Stein zur Information eingeladen.

Ritter: Darüber sind wir auch erschrocken. Es zeigt, dass sich erst wenige damit auseinandergesetzt haben. Deshalb besteht die Absicht, diesen Tag künftig jedes Jahr durchzuführen.

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