Als Franz Moor auf der Bühne

WATTWIL. «Sie hat 1980 die Matura in Wattwil abgelegt und ist nun zurück in der altehrwürdigen Aula mit den gleichen grünen Plättli wie vor 30 bis 40 Jahren.

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WATTWIL. «Sie hat 1980 die Matura in Wattwil abgelegt und ist nun zurück in der altehrwürdigen Aula mit den gleichen grünen Plättli wie vor 30 bis 40 Jahren.» So stellte Prorektor Johannes Horschik die Literaturwissenschafterin und -kritikerin Hildegard Keller vor, die ebenfalls mit einer Reminiszenz startete. «Ich stand das letzte Mal auf diesen Brettern, als ich den Franz Moor in den <Räubern> in der Inszenierung von Jost Kirchgraber spielte. Wahrscheinlich habe ich die Rolle bekommen, weil ich so gemein spielen konnte.» Sie sei die einzige Schweizerin im German Department der Indiana University in Bloomington und für mittelalterliche deutsche Literatur zuständig, sagte Hildegard Keller. Eine Gastprofessur in Bloomington wurde für sie zum Türöffner für eine unbefristete Anstellung. «Sie wollten jemand anderen als die üblichen Mediä-visten», sagte sie. Nach dem sehr lebendig vorgetragenen Referat von Hildegard Keller wurde ihr Film «Whatever comes next» gezeigt. Er handelt von der in Bloomington lebenden Wissenschafterin und Künstlerin Annemarie Mahler-Ettinger, die 1939 als Kind aus Wien flüchtete. (mkn)