Alpungsbeitrag als Anreiz

REGION. Ursprünglich wurde der Bauernbetrieb im Sommer auf die Alpen verlegt, um die Futterbasis zu erweitern. Im Tal wird derweil Gras zu Heu oder Silage für die Winterfütterung verarbeitet. Dadurch kann man mehr Tiere halten – das ist bis heute das wichtigste Motiv.

Christiana Sutter
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Bild: CHRISTIANA SUTTER

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REGION. Ursprünglich wurde der Bauernbetrieb im Sommer auf die Alpen verlegt, um die Futterbasis zu erweitern. Im Tal wird derweil Gras zu Heu oder Silage für die Winterfütterung verarbeitet. Dadurch kann man mehr Tiere halten – das ist bis heute das wichtigste Motiv. Einer der Gründe ist, dass sich der Aufenthalt in den Bergen positiv auf die Gesundheit des Viehs auswirkt. Noch ein weiterer Grund ist die Arbeitsentlastung auf dem Heimbetrieb, aber nur für Betriebe, die Alppersonal anstellen. Alpungsbeiträge für die Landwirtschaftsbetriebe erhalten jene Bauern, die ihre Tiere auf die Alp geben. Der Alpungsbeitrag gibt dem Ganzjahresbetrieb einen Anreiz, seine Tiere auf einen Sömmerungsbetrieb zu geben. Er ist in allen Zonen gleich hoch. Die Tiere müssen auf anerkannten Sömmerungs- oder Gemeinschaftsweidebetrieben sein. Der Alpungsbeitrag beträgt 370 Franken pro Anzahl gesömmerter Tiere und Jahr. Für Alpbetriebe, die durch die Familien bewirtschaftet werden, nimmt der Arbeitsaufwand eher zu. Damit dieses Engagement der Bauern nicht zurückgeht, erhalten die Bauern Sömmerungsbeiträge. Denn das Sömmerungsgebiet ist ein bedeutender Teil der Kulturlandschaft in den Alpen. Diese Beiträge tragen zu einer nachhaltigen und flächendeckenden Bewirtschaftung bei. Die Alpwirtschaftsfläche der Schweiz umfasst rund 465 000 Hektaren. Sie wird von rund 7000 Betrieben bewirtschaftet.

Quelle: www.blw.admin.ch