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ALPSTEIN: Promi-Jagd im Alpstein

Die Promi-Flut im Alpstein bringt neue Probleme. Braucht es ein Auffanglager in Appenzell? Als Knackpunkt erweist sich auch das Nacktwanderverbot. Eine Glosse.
Patrik Kobler
Roger Federer bei seiner Alpstein-Tour im Herbst 2016. (Bild: PD)

Roger Federer bei seiner Alpstein-Tour im Herbst 2016. (Bild: PD)

Bei den Tourismusverbänden rauchen die Köpfe. Wie soll der Promi-Flut im Alpstein begegnet werden? In einem ersten Schritt hat man den Angestellten in Kursen Freundlichkeit beigebracht. Nun laufen Weiterbildungen, in denen das nötige Wissen vermittelt wird, damit auf Facebook, Twitter und Instagram die Selfies mit den Stars in guter Qualität veröffentlicht werden können. Denn auf diesen Werbeträgern eine gute Präsenz zu haben, ist matchentscheidend für einen erfolgreichen Tourismus.

Lästiger Umweg über Ausserrhoder Boden

Eine weitere Frage, die sich stellt: Braucht es ein Auffanglager für Promis in Appenzell? Die Rede ist etwa von einem Fünfsternhotel samt Helikopterlandeplatz. Dann könnten die Weltstars direkt eingeflogen werden. Bisher müssen sie immer den lästigen Umweg über Ausserrhoder Boden in Kauf nehmen. Und man weiss ja: Die Innerrhoder bevorzugen es, den Stars vor allem die schönen Seiten des Appenzellerlandes zu zeigen.

Für die umweltbewussten Promis planen die Appenzeller Bahnen den «Star-Express». Einziger Zwischenstop ist in Urnäsch, wo der kameraerprobte Bismärkli Schuppel Roger Federer, Keanu Reeves & Co. das Silvesterchlausen näherbringt. Nachdem Dölf Biasotto höchstpersönlich allen ein gutes neues Jahr gewünscht hat, geht es dann ohne Halt weiter bis nach Appenzell.

In der Hauptgasse entsteht hollywoodmässig ein Walk of Fame, auf welchem die prominentesten Besucher mit einem Stern verewigt werden. Für die Eröffnungszeremonie im Juni haben bereits Robert De Niro, Leonardo DiCaprio und Lionel Messi zugesagt. Die Moderation übernimmt Marco Fritsche, der auch das neue Format «Promijagd im Alpstein» auf dem Sender 3+ präsentieren wird. In jeder Staffel werden sechs Prominente im Alpstein ausgesetzt. Dann werden Kandidatinnen und Kandidaten auf die Suche geschickt. Wer als erster alle sechs Promis gefunden hat, darf mit seinem Favoriten oder mit seiner Favoritin für Filmaufnahmen in den Fünfsternhotel-Jacuzzi steigen. Allerdings soll die Gruppe für Innerrhoden Opposition gegen die geplanten Jacuzzis machen. Sie verlangt eine zweite Variante fürs Hotelprojekt ohne die Blubberwannen. Wenn schon, sollen im Sinne der Nachhaltigkeit die ausrangierten Moorbäder von Gontenbad verwendet werden.

Knackpunkt Nacktwanderverbot

Als weiterer Knackpunkt entpuppt sich das Nacktwanderverbot. Hinter verschlossenen Türen wird über dessen Abschaffung diskutiert. Denn man stelle sich vor, wenn Scarlett Johansson oder Keira Knightley im Seealp­see spontan ein erfrischendes Bad nehmen möchten, aber kein Badegewand dabei haben, dann sollte es ihnen doch trotzdem möglich sein, ohne von einem Polizisten dafür gebüsst zu werden, ins Wasser zu steigen. Auf die schönen Selfies darf man sich jetzt schon freuen.

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