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ALPSTEIN: Neubau der Meglisalp auf Kurs

Die Bergwirtefamilie Manser plant auf der Meglisalp einen Um- und Anbau des Berggasthauses. Bei der Beschaffung des benötigten Kapitals wurde bereits ein Drittel der angestrebten Darlehenssumme zugesichert.
Das Berggasthaus soll den heutigen Gästebedürfnissen angepasst werden. Geplant sind wiederum 130 Schlafplätze. (Bild: PD)

Das Berggasthaus soll den heutigen Gästebedürfnissen angepasst werden. Geplant sind wiederum 130 Schlafplätze. (Bild: PD)

Die Gästebedürfnisse haben sich verändert in den letzten 120 Jahren. Daher plant die Bergwirtefamilie Manser auf der Meglisalp einen Um- und Anbau des Berggasthauses, ohne den Charakter des Berggasthauses zu verändern. Die Vorbereitungen sind auf Kurs. Die ersten Planentwürfe stehen. Bei der Beschaffung des benötigten Kapitals wurde innert vier Monaten bereits ein Drittel der angestrebten Darlehenssumme zugesichert.

Winterpause ist keine Ruhepause – zumindest nicht für die Wirtefamilie auf der Meglisalp. Die Planungsarbeiten am neuen An- und Umbau des Berggasthauses laufen unter Hochdruck. Jetzt, wo keine Gäste zu betreuen sind, bleibt für Gaby und Sepp Manser zusammen mit Tochter Melanie und Sohn Sepp junior mehr Zeit für Planungsarbeiten.

Drittel der Finanzierung gesichert

Das äussere Erscheinungsbild des Neubaus wurde bereits zu Papier gebracht. Die Entwürfe werden in nächster Zeit mit Bewilligungsbehörden, aber auch mit der Fachkommission Heimatschutz sowie weiteren interessierten Umweltverbänden vorbesprochen. Ziel ist nach wie vor, bis Ende Oktober das Baugesuch einzureichen.

Zur Finanzierung des ehrgeizigen Neubaus will die Bauherrschaft zusätzliches Eigenkapital beschaffen wie zu Urgrossvaters Zeiten. Dieses wird in Form von verzins- und rückzahlbaren Darlehen bei Freunden und Sympathisanten der Meglisalp gesucht. Seit der Auflage der «Meggelin»- Zeichnungsscheine vor fünf Monaten wurde bereits über ein Drittel der angestrebten Summe zugesichert. Gaby und Sepp Manser sind denn auch zuversichtlich, dass sie das erwünschte Kapital bis zum Baubeginn in Form der «Meggelin-Zeddel» und «Meggelin 1520» zusammenbringen. Bei dieser unkonventionellen Finanzierung ist jeder «Meggelin-Zeddel» 5000 Franken wert und wird jährlich mit 3,5 Prozent in Form von Übernachtungsgutscheinen verzinst. Ein «Meggelin 1520» steht gleichsam für die Meereshöhe der Meglisalp und sichert ein Darlehen von 1520 Franken zu, welches wahlweise mit 1,5 Prozent Zins als Wertgutschein oder 1,0 Prozent Zins als Barverzinsung entschädigt wird. Wer zwei und mehr «Meggelin-Zeddel» zeichnet, wird zudem Mitglied im exklusiven Club «Meggelin». Mit dem «Meggelin-Zeddel» knüpft die Familie Manser an eine alte Finanzierungsform an. Schon der Bau des heute bestehenden Gebäudes in den Jahren 1897/98 wurde mit «Zeddeln» finanziert, die in Appenzell Innerrhoden noch heute verbreitet und gültig sind. (pd)

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