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Alles von A bis Z zum NOS in Wattwil

Am 26. Juni treffen sich die besten Nordostschweizer Schwinger und einige Gäste zum Nordostschweizer Schwingfest (NOS) in Wattwil. Damit endet eine mehrjährige Vorlaufzeit. Vorausgesetzt, das Wetter spielt mit, werden in der Toggenburger Metropole rund 6000 Zuschauer erwartet.
Beat Lanzendorfer
Die Tribünen in Wattwil, hier Wald 2015, werden nicht überdacht sein. Eingefleischte Schwingerfreunde sind allerdings wetterfest. (Bild: Beat Lanzendorfer)

Die Tribünen in Wattwil, hier Wald 2015, werden nicht überdacht sein. Eingefleischte Schwingerfreunde sind allerdings wetterfest. (Bild: Beat Lanzendorfer)

WATTWIL. Vor 23 Jahren fand letztmals in der Zentrumsgemeinde ein Teilverbandsfest statt. Die folgende Vorschau soll auch jene zum Besuch anregen, die bisher mit dem Schwingsport eher nicht in Berührung kamen.

Abderhalden: Der dreifache Schwingerkönig setzt sich auch nach seiner aktiven Karriere für den Schwingsport ein. Beim NOS in Wattwil amtet er als Präsident des Organisationskomitees.

Bösch: Unspunnensieger Daniel Bösch gewann in der jetzigen Saison bereits vier Kränze. Der 28jährige Toggenburger gehört zum Kreis der Topfavoriten.

Co-Präsident: Mit Köbi Roth übernimmt ein weiterer ehemaliger Spitzenschwinger ein wichtiges Amt im Organisationskomitee. Als Gabenchef ist er dafür verantwortlich, dass sich die Schwinger noch lange an das NOS in Wattwil zurückerinnern.

Doping: Auch Schwinger müssen sich Dopingproben unterziehen. Verantwortlich ist letztlich jeder Schwinger selber. Die Bestimmungen regelt der Zentralvorstand des Eidgenössischen Schwingerverbandes in einem Dopingreglement zusammen mit Swiss Olympic.

Eidgenössisches: Im Vorfeld des Saisonhöhepunktes Ende August in Estavayer Le Lac finden auch die fünf Teilverbandsfeste statt. Das NOS in Wattwil (26. Juni) ist nach dem Südwestschweizer (12. Juni) das zweite. Es folgen das Innerschweizer (3. Juli), das Berner (17. Juli) sowie das Nordwestschweizer (7. August).

Forrer Arnold: Der Schwingerkönig des Jahres 2001 geht als Mitfavorit ins Rennen und möchte das NOS zum insgesamt siebtenmal für sich entscheiden.

Grifffassen: Es gelten folgende Regeln: Zuerst rechte Hand bis Mitte Rücken. Es darf höchstens mit Daumen sowie Zeige- und Mittelfinger Stoff gefasst werden. Mit der ganzen Hand am hinteren Einschnitt Gurt fassen. Die linke Hand fasst am rechten, hochgekrempelten Gestöss des Gegners. Griff muss bis Mitte Oberschenkel ermöglicht werden. Mit Gut des Kampfrichters wird Kampf eröffnet.

Helfer: Ohne Helfer geht ein Anlass dieser Grössenordnung nicht über die Bühne. Freiwillige sind immer noch willkommen und werden mit einem Gratis-T-Shirt und Verpflegungsgutscheinen belohnt. Auskunft gibt Daniel Tschumper, d.tschumper@nos 2016.ch, Tel. 079 397 98 42.

Innerschweizer: Am diesjährigen NOS Schwingfest werden Benji von Ah aus Giswil OW und Andi Imhof aus Attinghausen UR den Innerschweizer Schwingerverband als Gäste vertreten.

Jungschwinger: Die Jungschwinger kämpfen bereits einen Tag vor dem Schwingfest in Wattwil um den Tagessieg am Buebeschwinget.

Kampfgericht: Für die Durchführung eines Schwingfestes sind das Einteilungs- sowie das Platzkampfgericht zu wählen. Ersteres ist für Einteilung der Kämpfe zuständig. Letzteres überwacht den Wettkampf am Ring.

Lebendpreise: An einem Kranzfest ist es üblich, dass Lebendpreise für die ersten drei Schwinger abgegeben werden. Da jedoch die meisten Schwinger keinen Bauernhof besitzen, geht das Tier zurück an den Züchter, und der Schwinger erhält das Geld, das dem Wert des jeweiligen Lebendpreises entspricht. Muni, Rind und Fohlen sind die üblichen Lebendpreise.

Muni: Miro heisst der Muni, welcher dem Sieger als Lebendpreis zusteht. Er ist rund eine Tonne schwer und stammt aus dem Stall des Züchters Melchior Roth.

Notengebung: Ein gewonnener Gang wird mit Noten von 9.50 bis 10.00 bewertet. Ein gestellter Gang erhält Noten zwischen 8.50 und 9.00. Für einen verlorenen Gang erhalten die Schwinger Punktzahlen zwischen 8.25 und 8.75.

Outfit: Sennenschwinger tragen ein farbiges, nicht grelles Hemd. Dazu eine dunkle, lange Hose. Turnerschwinger erscheinen mit weissem Leibchen (kurze Ärmel) und weisser, langer Hose.

Platz: Das Nordostschweizer Schwingfest 2016 findet auf dem Sportplatz Grüenau in Wattwil statt. Ab Bahnhof Wattwil zu Fuss in knapp zehn Minuten zu erreichen. Parkplätze sind ausgeschildert.

Qualität: Die Qualität der Gästeschwinger ist beeindruckend.

Die Berner Simon Anderegg und Bernhard Kämpf, aus der Innerschweiz Andi Imhof und Benji von Ah, vom Nordwestschweizer Verband Christoph Bieri und Nick Alpiger sowie Samuel Dind und Stéphane Haenni aus der Südwestschweiz machen den Einheimischen den Sieg streitig.

Randregionen: Auch der Schwingsport kennt Randregionen, in denen der Sport kaum aktiv betrieben wird. Das Engadin und das Tessin gehören dazu. Im Engadin gibt es zwar einen Schwingclub. Allerdings müssen die Schwinger für ein Trainingslager immer durch den Vereinatunnel oder über den Julierpass reisen. Ebenfalls gibt es Schwinger aus dem Tessin. Sie gehören dem Innerschweizer Schwingerverband an.

Schlussgang: Diesen bestreiten die zwei punkthöchsten Schwinger nach fünf Gängen. Bei einem Eidgenössischen wird die Schlussgangpaarung nach dem siebten Gang bestimmt.

Tickets: Können online unter www.nos2016.ch bestellt werden. Wer das Fest sitzend verfolgen möchte, ist möglicherweise schon zu spät dran. Der Run auf das sportliche Grossereignis ist gross.

Unspunnen: Der Unspunnen Schwinget in Interlaken gehört nebst dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest und dem Kilchberger Schwinget zu den drei Eidgenössischen Anlässen im Schwingsport.

Vorschreiben: Bevor das Notenblatt der Schwinger zum Kampfrichtertisch gelangt, wird es mit dem jeweiligen Gegner vorgeschrieben. Welcher Schwinger welchem Schwinger zugeteilt wird, entscheidet das Einteilungskampfgericht. Anschliessend wird im Rechnungsbüro das Notenblatt vorgeschrieben und gelangt via Kurier zum Speaker, danach zum Kampfrichtertisch.

Wyberhaken: Und 20 weitere Schwünge werden auf schlussgang.ch beschrieben, mit denen die Schwinger ihre Gegner im Sägemehl auf den Rücken legen wollen. Dazu zählen auch Brienzer, Gammen, Hüfter, Schlungg und viele mehr.

XXL: Diese Kleidergrösse gehört zum Standard im Schwingsport. Nicht wenige Schwinger bringen locker 120 und mehr Kilogramm auf die Waage. Aber nicht nur die Kleidergrössen sind XXL, auch die Schuhe. Nöldi Forrer trägt Schuhgrösse 52, Christian Stucki braucht die 51.

Youngstars: Samuel Giger, Armon Orlik (beide NOSV), Joel Wicki, Pirmin Reichmuth (beide ISV), Nick Alpiger, Michi Bächli (beide NWSV), Remo Käser, Matthias Aeschbacher (beide BKSV), Steve Duplan und Steven Moser (beide SWSV) gehören zu den erfolgreichsten Talenten im Schwingsport. Sie alle werden die Zukunft des Schwingsports prägen. Im Hinblick auf das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest kann die Ausgangslage nicht spannender sein, denn jeder Teilverband besitzt Talente, welche ganz vorne mitschwingen können.

Zürcher: Der Zürcher Kantonalverband gehört zum Nordostschweizer Teilverband. Rund 30 Schwinger reisen an. Die bekanntesten hiessen früher Karl Meli und Noldi Ehrensberger (beide Schwingerkönige). Heute sind es Fabian Kindlimann, Marco Nägeli und Samir Leuppi.

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