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«Alles fahrt Schi…»

Brosmete

«Chum, hüt gömmer of d’Schi! Los!» Los… das heisst, mit vier Kindern eine Stunde, bevor die Familie aus dem Haus geht, beginnt der Marathon: es werden Skihosen gesucht, Thermowäsche hervorgekramt, Handschuhe gerichtet, Wasserflaschen für «i vertorschte etz denn gad»-Momente nach dem Skifahren bereitgestellt und Kinder instruiert, was es anzuziehen gilt. Schoggi, Mandarinli, Crackers und alles, was uns vor drohender Unterzuckerung bewahrt, landen in der Tasche. Kaum sitzen alle im Auto, checkt Mutti im Selbstgespräch das Material durch und schon nach den ersten hundert Metern sucht Vati nach einem Wendeplatz, damit die vergessene Jacke von Mini-Feuz geholt werden kann. So fährt man zum Skifahren und Mutti hat schon etliche Spurts hinter sich und schwitzt schon wie beim Wellnesswochenende in der Sauna. Nur fühlt es sich ein bisschen anders an. Irgendwie gestresster und weniger gemütlich. Im Skigebiet angekommen werden die Füsse aller Kinder in Skischuhe gequetscht, und wenn alle pistenreif sind, muss das erste Kind aufs Klo. So ein Seich aber auch! Und während ich mit Mini-Feuz und Klein-Aufdenblatten das Gleiten auf den Skiern und den Stemmbogen übe, fühlt es sich an wie Ausdauersport. Ich schwitze, ich habe eine rote Birne und einen Puls von 180. Nicht nur, weil ich ständig irgendwelchen Rasern hinterher renne, die mir davonfräsen, sondern weil ich in Endlosschlaufe «Stemmbogä maaaachäää!» schreie und weil mein Herz jedes Mal fast stehen bleibt, wenn der Stemmbogä eben eher einem Parallel-Skifahren mit grösstmöglichem Skiabstand ist. Ich renne den Kindern hinterher, darauf achtend, dass ich selber nicht den spektakuläreren Sturz hinlege als das Kind, und weiss nun wieder, wieso ich Skifahren eigentlich so toll finde – wegen des Sesselliftfahrens und dem Après-Ski. Und ich studiere, wann ich in meinem letzten Après-Ski war und wann wohl mein nächster sein wird. Definitiv nicht heute. Heute bestell ich mir eine Ovi – weil «mit Ovi chasches nöd besser, aber länger» – Kindern das Skifahren beibringen, zum Beispiel.

Fabienne Erpen-Diem

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