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Allerheiligen: Grabsteine und deren symbolische Bedeutung

Heute gedenken die Katholiken ihrer Verstorbenen. Zu diesem Anlass werden viele Grabsteine restauriert. Ein wichtiger Bestandteil darauf sind die Symbole.
Gwendoline Flückiger
Grabsteine werden jeweils in Absprache mit den Angehörigen passend zur verstorbenen Person gestaltet.Bild: PD

Grabsteine werden jeweils in Absprache mit den Angehörigen passend zur verstorbenen Person gestaltet.Bild: PD

Am 1. November gedenken die katholisch Gläubigen all ihrer Heiligen. Häufig gibt das Fest auch Anlass, Gräber neu zu schmücken. Die Angehörigen müssten dabei viele Entscheidungen treffen, wie Michael Bauer, Leiter der Bauersteine GmbH sagt. Dazu gehört etwa die Auswahl eines Symbols, welches den Grabstein schmückt.

Bäume stehen für Frieden, Segen und Unsterblichkeit. Bild: PD

Bäume stehen für Frieden, Segen und Unsterblichkeit. Bild: PD

Grabmäler können verschiedenste Formen annehmen. Als Material wird meist Holz, Eisen oder Stein verwendet. Wer ein Symbol auf das Grabmal setzen will, sollte sich zunächst Gedanken zur Bedeutung des Symbols machen. «Gewisse Symbole tauchen immer wieder auf», so Bauer. Christliche Symbole wie ein Kreuz oder ein Engel seien beispielsweise weit verbreitet. Wenn der oder die Verstorbene nicht gläubig war, wählen die Angehörigen häufig das Hobby oder den Beruf der Person zur Grabsteingestaltung. Besonders handwerkliche Berufe würden relativ oft abgebildet, sagt Michael Bauer. «Wichtig ist, dass es zur Person passt und von den Besuchern verstanden wird.» Deswegen würden Abbildungen gewählt, die ein typisches Merkmal der Person beschreiben.

Symbole werden von vielen Faktoren beeinflusst

Beratung und die Berücksichtigung der Wünsche der Kunden sind für die Planung eines Grabsteines unerlässlich. Denn dieser wird zu Ehren der Verstorbenen angefertigt. «Wenn ein Grab geleert wird, möchten die Angehörigen den Stein oft behalten und lassen ihn dann umgestalten», so Bauer.

Engel gelten als Schützer der Menschen. Bild: PD

Engel gelten als Schützer der Menschen. Bild: PD

Auch die Region, in der die verstorbene Person lebte, hat einen Einfluss auf die Gestaltung des Grabmals. In Ausserrhoden würden beispielsweise schlichte Natursteine bevorzugt, während in Innerrhoden mehr geschliffene Steine vorzufinden seien. Für Bildhauer wie Michael Bauer bedeutet die Zeit um den 1. November mehr Bestellungen und Restaurierungen von Grabsteinen. Häufig würden Grabsteine erst ein paar Monate nach der Beerdigung angefertigt, sagt Bauer. «Einen Grabstein auszuwählen, ist nicht einfach und braucht Zeit.» Aus diesem Grund würden viele zuerst ein einfaches Holzkreuz als Grabmal wählen und auf den 1. November hin einen Grabstein anfertigen lassen. «Es ist wichtig, dass wir bis dahin die Aufträge vollenden können», so Michael Bauer. Am 1. November geschieht es oft, dass ganze Familien das Grab eines Angehörigen neu schmücken möchten.

Einschränkungen bei der Wahl eines Grabsteins

«Komplett freie Hand haben die Angehörigen bei der Gestaltung der Grabsteine nicht», klärt Bauer. Friedhöfe haben Vorschriften für die Grösse der Grabsteine. Für Angehörige anderer Religionen hat Bauer ebenfalls schon Grabsteine gestaltet. «Die Symbole waren anders als auf den christlichen Friedhöfen», sagt der Bildhauer. Doch unabhängig von Religion sei ein Grab ein Ort, wo man hingehen könne, um den Verstorbenen zu gedenken. Fehle ein solches, könne es schwieriger sein, zu trauern.

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