ALLERHEILIGEN: Einkaufen, wenn andere aufs Grab gehen

In Appenzell Innerrhoden wie auch im Kanton St. Gallen wurde gestern der Toten gedacht. Im reformierten Kanton Ausserrhoden gingen die Leute der Arbeit nach – aber nicht nur. Herisau beispielsweise lockte etliche Einkaufstouristen an.

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Drei Knaben geniessen ihren freien Tag in Herisau. (Bilder: Noemi Oesch)

Drei Knaben geniessen ihren freien Tag in Herisau. (Bilder: Noemi Oesch)

Gestern deutete in Herisau einiges darauf hin, dass mehr Besucher erwartet werden als im Normalfall. Beispielsweise wurde auf dem Obstmarkt ein Imbissstand aufgestellt, vor dem Gutenbergzentrum pries ein Telekomunternehmen seine aktuellen Angebote an. Grund für diese nicht alltäglichen Vorkommnisse war die Tatsache, dass die Kantone rund um Ausserrhoden Allerheiligen feiern und die Menschen dort frei hatten. Einige nutzen dabei die Möglichkeit, im Ausserrhodischen ihre Einkäufe zu tätigen und zu verweilen. Dies zeigte sich nicht zuletzt auch daran, dass im Zentrum beim Dorfkreisel um die Mittagszeit ein reger Verkehr herrschte und die Parkplätze gut besetzt waren. Wer denn mal einen Platz gefunden hatte, konnte sich endlich aufmachen, das Dorf zu erkunden. Dabei waren nicht zuletzt auch die Stühle im Freien beim Café Kuhn eine beliebte Anlaufstelle.

An einigen Türen hiess es: Geschlossen

Dennoch: Trotz emsigerem Treiben als an normalen Werktagen kam auch der Eindruck auf, dass in früheren Jahren noch mehr Betrieb geherrscht haben musste. Einige Geschäfte liessen an den Türen die Vorbeiflanierenden wissen, dass sie am Allerheiligentag nicht öffnen werden. Sie wollten in diesem Jahr offenbar nicht mehr mitmachen.

Nebst dem Einkaufen in Herisau bot das gestrige Wetter den Menschen auch die Chance, den freien Tag noch einmal in den Bergen zu verbringen. Autos mit unterschiedlichen Nummernschildern fuhren auf der Alpsteinstrasse in Richtung Schwägalp und Appenzell. (rf)