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Berufseinführungstag für neue Ausserrhoder Lehrpersonen: Aller Anfang ist schwer

60 neue Lehrpersonen treten am Montag ihre Stelle an. Um den Start zu erleichtern, fand ein Einführungstag im evangelischen Kirchgemeindehaus in Herisau statt.
Astrid Zysset
Patrick Fust vom Animationsprogramm «Bewegung in die Schule» zeigt den neuen Lehrpersonen auf, wie sie den Unterricht aktiver gestalten können. Bild: Astrid Zysset

Patrick Fust vom Animationsprogramm «Bewegung in die Schule» zeigt den neuen Lehrpersonen auf, wie sie den Unterricht aktiver gestalten können. Bild: Astrid Zysset

Wer gerne Schnee hat, muss aufstehen. Die anderen dürfen sitzen bleiben. Anschliessend müssen diejenigen sich erheben, welche eine vierte Primarklasse unterrichten. Dann diejenigen, die gerne Mathematik haben. Es sind Bewegungsübungen wie diese, die Patrick Fust vom Animationsprogramm «Bewegung in die Schule» den Lehrerinnen und Lehrer zeigt.

Rund 60 neue Lehrkräfte nehmen ab Montag ihre Tätigkeit in Ausserrhoden auf. Am Dienstag trafen sich alle zu einer Einführungsveranstaltung im evangelischen Kirchgemeindehaus Herisau. Organisiert wurde der Anlass vom Amt für Volksschule und Sport. «Wir möchten die Hemmschwelle senken», sagt Franziska Bassanello, Leiterin Berufseinführung AR. «Wenn sich alle mal persönlich gesehen haben, ist die Hürde nicht mehr so gross, zum Telefonhörer zu greifen und nachzuhaken, wenn Fragen auftauchen.»

Bewegung im Unterricht fördern

Der Berufseinführungsanlass sei zwar als «grosses Willkommen» zu verstehen, fügt Lehrpersonenbetreuerin Brigitte Kern an. «Doch mit dem Vernetzen und Aufzeigen, wo welche Informationen und Hilfestellungen zu beziehen sind, erleichtern wir den Lehrpersonen vor allem den Neustart.» In einem kleineren Kanton wie Appenzell Ausserrhoden seien die Dienstwege unkompliziert. Umso wertvoller sei der Kontakt von Angesicht zu Angesicht.

In Gruppen aufgeteilt konnten sich die Lehrerinnen und Lehrer mit verschiedenen Themen auseinandersetzen. So wurden im Bereich der Sonderpädagogik sogenannte «integrativ verstärkte Massnahmen» erläutert, um lernschwache Kinder in den regulären Unterricht eingliedern zu können. Amtsleiter Dominik Schleich legte den Lehrpersonen das Projekt Leseförderung nahe und ging auf die Leitlinien zur Entwicklung der Schulqualität ein. Und in einem weiteren Themenschwerpunkt wurden schulpsychologische Aspekte betrachtet. Den Fokus auf die Bewegung im Unterricht legte Fust. Eindrücklich ist seine Präsentation zweier Zeichnungen von zwei siebenjährigen Kindern. Das eine absolviert den Schulweg eigenständig und hat als solchen ein Quartier mit Strassen, Häusern und Bäumen gezeichnet. Das andere wird von den Eltern per Auto zur Schule gebracht. Es zeichnete als Schulweg gerade einmal einen fetten, schwarzen Strich. «Kinder müssen sich einmal pro Tag in mittlerer Intensität bewegen», erklärte Fust den Lehrerinnen und Lehrern. Will heissen: Ein bisschen ausser Atem müssen sie kommen. «Sprechen sollte noch problemlos möglich sein, singen nicht mehr.» Die Lehrpersonen wurden angehalten, weitere Übungen zu absolvieren. Damit sollte ihr Bewusstsein für die Bedeutung von Bewegung im Unterricht geschärft werden. «Wählt eine Person aus, umkreist sie dreimal und setzt euch auf den Boden», forderte Fust die Anwesenden auf. «Los geht es, hopp, hopp!»

Die Einführungsveranstaltung des Amtes für Volkswirtschaft und Sport wurde dieses Jahr zum zweiten Mal durchgeführt. Zuvor gab es fünf Anlässe jährlich zu bestimmten Fachthemen, an welchen sich diejenigen Lehrpersonen, die neu im Beruf sind, austauschen konnten. Heute ist das anders. Heute hat jede Lehrkraft, die direkt von der Ausbildung kommt, einen Coach in der jeweiligen Schulgemeinde, in der sie arbeitet. Dieser macht sie auf die Eigenheiten der Gemeinde aufmerksam. Kern umschreibt dies als «Frühwarnsystem». «Wenn Herausforderungen auftreten, hilft zuerst der Coach vor Ort. Erst in einem zweiten Schritt wird unsere Beratung beigezogen.»

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