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Alle wichtige Schauplätze der Reformation

Lichtensteig Peter Baumgartner, der neue Präsident des Vereins Städtli-Bibliothek, begrüsste zur Lesung der Lichtensteiger Bibliothek und der Vortrags- und Lesegesellschaft im Toggenburg den 25-jährigen Autor Alfonso Hophan. Er stammt aus einer alten Glarner Familie und studiert an der Universität St. Gallen Recht.

Aufsehen erregte 2014 sein Erstling «Die Chronik des Balthasar Hauser», der wie auch sein Erzählband «SchuldEinGeständnis» im Salis Verlag erschienen ist. Alfonso Hophan las aus beiden Büchern.

Gründlich recherchierte Geschichte

Der historische Roman «Die Chronik des Balthasar Hauser» ist das Nebenprodukt von Hophans Matura-Arbeit. Die Kostprobe begann mit dem Rückblick des 60-jährigen Balthasar auf das Jahr 1526, in dem der 12-jährige Balzli zum Waisenkind wird. Der Vater stirbt im Krieg, die Mutter und den Bruder rafft die Pest dahin. Balthasar muss den Hof verlassen und in die Welt hinausziehen. Er kommt an allen wichtigen Schauplätzen der Reformation vorbei und erlebt die Umwälzungen in der Gesellschaft. Der Autor hat gründlich recherchiert und vermittelt eindringlich, was diese Zeit des Wandels für den Einzelnen bedeutet haben muss.

Im Gespräch liess Alfonso Hophan durchblicken, dass für ihn das Schönste am Schreiben das Schreiben sei. Er mache nur wenige Lesungen. Schreiben sei neben Inspiration manchmal auch anstrengende Detailarbeit.

Im zweiten Teil der Lesung gab Alfonso Hophan Einblick in die drei Erzählungen des Bandes «SchuldEinGeständnis». Sie zeigen Unzulänglichkeiten des Rechts, das etwas regelt, aber die Seele der Menschen doch nicht heilt: In Monologform beichtet ein alter Mann auf dem Krankenbett einem Priester eine frühere Liebesverstrickung. In Dialogform versucht ein Pendler Antworten zu finden, warum ein ihm kaum bekannter junger Mann Selbstmord begangen hat. In Erzählform führt die dritte Geschichte des Autors in die Westschweiz, wo eine Straftat aus einer «Erbschuld» nach kriminalistischer Aufklärung verlangt.

Die ausdrucksvolle Art des Vorlesens von Hophan liess die Figuren lebendig werden und fesselte die rund 20 Zuhörenden. Der Präsident dankte Alfonso Hophan für diesen reichen literarischen Abend, lud alle Anwesenden zu einem Apéro ein. Übrigens sind die beiden Bücher in der Städtli-Bibliothek Lichtensteig ausleihbar. (pd)

Nächste Begegnung in der Bibliothek: Adventsfenster mit Geschichte am Dienstag, 12. Dezember, um 18 Uhr.

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