Alder + Eisenhut kann sich behaupten

Starkes Umsatzwachstum bei der Eberhard Bühnen AG, nur ein leichtes Plus hingegen beim Turngerätehersteller Alder + Eisenhut. Dennoch konnte Geschäftsführer Robin Alder am traditionellen Frühlingsfest der Belegschaft den zweithöchsten Gewinn der Firmengeschichte vermelden.

Urs M. Hemm
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Robin Alder, Geschäftsführer der Alder + Eisenhut AG. Seine Firma konstruiert für die Trendsportart Street Workout multifunktionale Geräte, an denen verschiedenste Übungen absolviert werden können. (Bild: Urs M. Hemm)

Robin Alder, Geschäftsführer der Alder + Eisenhut AG. Seine Firma konstruiert für die Trendsportart Street Workout multifunktionale Geräte, an denen verschiedenste Übungen absolviert werden können. (Bild: Urs M. Hemm)

EBNAT-KAPPEL. Bis auf ein paar wenige Ausnahmen fand sich die gesamte Belegschaft der Firma Alder + Eisenhut AG und deren Tochtergesellschaft Eberhard Bühnen AG am Freitag am Firmensitz der Alder + Eisenhut AG in Ebnat-Kappel zum traditionellen Frühlingsfest zusammen. Geschäftsführer Robin Alder nutzt jeweils die Gelegenheit, um diese insgesamt 127 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über den Geschäftsgang des vergangenen Jahres zu informieren und sich bei ihnen für die Leistungen des vergangenen Jahres zu bedanken. So konnte die Alder + Eisenhut AG ein leichtes Umsatzwachstum auf rund 21 Millionen Franken vorweisen. Der Umsatz der Eberhard Bühnen AG konnte gar um gut 19 Prozent auf fast 6,9 Millionen Franken gesteigert werden.

Eberhard Bühnen im Plus

Zu dieser Umsatzsteigerung hat massgeblich der Grossauftrag für die Firma Würth mit einem Gesamtvolumen von 1,1 Millionen Franken beigetragen. Für deren Kongresssaal im Neubau in Rorschach hatte die Eberhard Bühnen AG eine Tribüne mit hoch fahrbaren Podesten konstruiert und diesen Winter eingebaut. «Doch leider führten verschiedene Umstände dazu, dass wir diese gute Ausgangslage nicht in einen grösseren Gewinn ummünzen konnten und das Geschäftsjahr 2012 zwar mit einem Gewinn abschliessen. Es hätte aber wesentlich mehr sein können», sagte Robin Alder. Nach einer Analyse der damaligen Situation habe die Geschäftsleitung die Ursachen eruiert und ihre entsprechenden Lehren daraus gezogen.

Die Auftragslage für 2013 sehe zufriedenstellend aus. Doch sei zum jetzigen Zeitpunkt das genaue Volumen schwierig abzuschätzen, da verschiedene grössere Aufträge, für die sich Eberhard Bühnen AG beworben hat, noch nicht vergeben sind, so Robin Alder.

A + E: Nur leichtes Wachstum

Auf das Umsatzwachstum und letztlich auch auf den Gewinn der Firma Alder + Eisenhut drückte im 2012 vor allem ein Umsatzrückgang im Bereich Sportstätten. Im Gegensatz dazu konnte in den Bereichen Materialverkauf und Revisionen ein leichtes Wachstum verzeichnet werden, was den Rückgang im Bereich Sportstätten hat kompensieren können. «Alles in allem ist der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr zwar zurückgegangen. Wir können aber dennoch das zweitbeste Resultat in der Firmengeschichte vorweisen», sagte Robin Alder. Um sich in ihrem relativ kleinen Markt behaupten zu können, müssten sie sich stetig bemühen, um in puncto Freundlichkeit, guter Kommunikation und gutem Preis-Leistungs-Verhältnis ihrer Konkurrenz immer um eine Nasenlänge voraus zu sein. «Ganz oben muss aber die Professionalität stehen, indem wir das Richtige, zur vereinbarten Zeit in tadellosem Zustand liefern», betonte Robin Alder.

Max Havelaar zertifiziert

Vor 2011 war Alder + Eisenhut schon einmal im 2009 in den Medien – wenn auch unfreiwillig. Die Sendung des Schweizer Fernsehens Kassensturz meinte damals beweisen zu können, dass die Fussbälle der Alder + Eisenhut Eigenmarke unter anderem durch Kinderarbeit hergestellt würden. Obwohl die Anschuldigungen nicht hatten belegt werden können, wurde die Geschäftsleitung tätig und überprüfte ihrerseits die Produktionswege, was aber auch keine stichhaltigen Beweise brachte. Dennoch wurden Anpassungen vorgenommen, so dass die Fussbälle 2012 mit dem Fairtrade-Label von Max Havelaar ausgezeichnet wurden, «was ein wichtiger Schritt in der Nachhaltigkeitsstrategie der Firma ist», so der Geschäftsführer. Ein weiterer Beitrag zur nachhaltigen Nutzung von Ressourcen sind die so genannten «Tote Bags» von Alder + Eisenhut. Dies sind trendige, widerstandsfähige Umhängetaschen aus Mattenstoff, die in den Farben «original blue» und «original orange» neu auf dem Markt sind. Damit setzt die Firma erfolgreich auf den Trend weg von Wegwerf-Einkaufstaschen aus Plastik. Die grösste Investition 2012 war die Sanierung des Lagergebäudes Inseli für 1,3 Millionen Franken. «Die Arbeiten am «Inseli» haben aber nicht nur Kosten verursacht. Durch die Sanierung werden wir etwa zwei Drittel an Heizkosten einsparen», erläuterte Robin Alder. Auch neue Fahrzeuge und Fertigungsmaschinen wurden im vergangenen Jahr angeschafft. Zudem wurden rund 200 000 Franken in die EDV investiert.

Neues Lagerhaus geplant

Im 2013 sollen 300 000 Franken für eine Holzschnitzelheizung aufgewendet werden. Darüber hinaus seien weitere Ersatzanschaffungen für den Fahrzeugpark sowie Ausgaben im EDV-Bereich vorgesehen. «Derzeit in Planung ist ein neues Lagergebäude auf dem Grundstück gleich gegenüber der bestehenden Firmengebäude, was von der Logistik her einiges erleichtern würde.» Die Realisierung des Projekts hänge jedoch von verschiedenen Faktoren ab, welche die Geschäftsleitung nicht beeinflussen könne, teilte Robin Alder mit. Trotzdem sei man zuversichtlich, den Plan innert nützlicher Frist umsetzen zu können. Ein Höhepunkt 2013 ist das Engagement von Alder + Eisenhut als Official Supporter und Ausrüster am Eidgenössischen Turnfest in Biel.

Im Trend liegt der Turngerätehersteller mit der Konstruktion von Spezialgeräten für die neue Trendsportart Street Workout. Die Geräte kombinieren die Funktionen von Reck und Barren in einem und sind mittlerweile an verschiedenen öffentlichen Plätzen in der Region anzutreffen, beispielsweise neben dem Athletik Zentrum in St. Gallen. Das Show-Team der Street Workout-Truppe, die in der Region diese Pärke aufbaut, zeigte zum Abschluss des Frühlingsfestes der Alder + Eisenhut AG ihr Können am eigens für diesen Anlass konstruierten Turngerät.

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