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Appenzellische Gemeinnützige Gesellschaft unterstützt Tosam-Projekt

2019 und in den Folgejahren wird die Appenzellische Gemeinnützige Gesellschaft Beiträge an den Arbeitsplätze-Fonds der Stiftung Tosam leisten. Dies wurde an der Jahresversammlung beschlossen.
Jesko Calderara
Vreni Kölbener ist Präsidentin der AGG.

Vreni Kölbener ist Präsidentin der AGG.

Die Appenzellische Gemeinnützige Gesellschaft (AGG) hat auch 186 Jahren nach der Gründung nichts von ihrer Bedeutung eingebüsst. Davon ist zumindest Vreni Kölbener überzeugt. «Ohne Unterstützung von Stiftungen oder gemeinnützigen Organisationen sind viele kulturelle und soziale Projekte kaum möglich», sagte die AGG-Präsidentin am Samstag an der Jahresversammlung im Gemeindezentrum Rehetobel vor den 136 anwesenden Mitgliedern. Die AGG könne und müsse Unmögliches möglich machen. Die Schnelllebigkeit, die gesellschaftlichen Entwicklungen, die komplexen beruflichen Anforderungen und die Individualisierung würden ihren Tribut fordern, sagte Kölbener. Der Staat stosse mit der Finanzierung des Sozialwesens an die Grenzen. Armutsbetroffene gebe es mehr als man glaube, gab die AGG-Präsidentin zu bedenken. «Sie sind auf unsere Hilfe angewiesen.» Im vergangenen Jahr konnten alle vier Einzelfallhilfegesuche positiv beantwortet werden. In diesem Bereich könnten gar noch mehr Gesuche berücksichtigt werden.

Eine «gfreute Sache» nannte Kölbener in ihrem Jahresbericht das Appenzeller Liederbuch. Ausserrhoden und Innerrhoden hätten es geschafft, 95 Appenzellerlieder als gemeinsames Kulturgut in einem Buch zu vereinen, sagte Kölbener. «Einmal mehr wurde uns das Verbindende und nicht das Trennende bewusst.»

Geld für soziale und kulturelle Projekte

Die Jahresrechnung 2017 der AGG schliesst mit einem Verlust von rund 43000 Franken ab. Insgesamt wurden 68000 Franken als Beiträge an Vereine, Private und Institutionen ausgeschüttet. Unterstützung erhielten unter anderem die Initianten des erwähnten Liederbuchs sowie jene der Projekte «iigfädlet» und «Klang Moor Schopfe». Geld gab es auch für den Verein Familienzeit. Das AGG-Vermögen betrug per Ende des vergangenen Jahres knapp 1,18 Millionen Franken. Die Versammlung genehmigte die Subventionen für 2019. Dafür vorgesehen sind 31000 Franken. Sie folgte auch dem Antrag des Vorstandes, die nächsten fünf Jahre je 10000 Franken in den Arbeitsplätze-Fonds der Stiftung Tosam zu bezahlen. Deren Geschäftsleiter Martin Grob stellte das Vorhaben vor. Aus dem geplanten Fonds sollen die Betreuungs- und Infrastrukturkosten für Personen, die bei Tosam im alternativen Arbeitsmarkt beschäftigt sind, gedeckt werden. Solche Aufwände übernehmen teilweise die IV, die Sozialhilfe oder das RAV. Bei einzelnen Gruppen würde allerdings niemand zahlen, sagte Grob. Als Beispiel nannte er Jugendliche, die nach dem Brückenjahr keine Lehrstelle finden.

Keinen Anlass zu Diskussionen gaben auch die weiteren Traktanden. So wurde der Vorstand einstimmig wiedergewählt. Dem Gremium gehören Präsidentin Vreni Kölbener, Gaby Bucher, Kassier Michel Peter, Ueli Widmer, Hanspeter Spörri, Max Frischknecht, Katrin Alder und Ruedi Eberle an.

Podium zur Rolle der Kirche in der säkularen Gesellschaft

Das Appenzellische Jahrbuch 2018 der AGG thematisiert die Bedeutung von Religion und Glauben sowie die Aufgaben der Kirchen im heutigen säkularen Zeitalter. Unter der Leitung der Jahrbuchautoren Heidi Eisenhut und Hanspeter Spörri wurde dieses Thema auch an einem Podiumsgespräch am Samstag diskutiert. Die Rehetobler Pfarrerin Ulrike Hesse, ihr Mann Uwe Habenicht, Pfarrer in St. Gallen Straubenzell, und der Innerrhoder Standespfarrer Lukas Hidber waren sich einige, dass die Kirche auf gesellschaftliche Trends reagieren und neue Formen finden muss, wie sie die Menschen ansprechen kann.

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