Ärztehaus ab Juni geöffnet

ST.PETERZELL. Ende Januar haben die Umbauarbeiten im ehemaligen Gemeindehaus in St.Peterzell begonnen. Anfang Juni soll das neue Ärztehaus seine Praxistüren für Patienten öffnen.

Urs M. Hemm
Drucken
Teilen
Blick in Richtung Warteraum und Untersuchungszimmer im 1. Stock. (Bild: Urs M. Hemm)

Blick in Richtung Warteraum und Untersuchungszimmer im 1. Stock. (Bild: Urs M. Hemm)

Noch ist es schwer vorstellbar, dass hier dereinst Patienten ein und aus gehen und sich wegen unterschiedlichster Gebrechen behandeln lassen sollen. Der Boden ist aufgerissen, zahlreiche Stützen sichern die Decke ab, in der Hauswand des ehemaligen Gemeindehauses in St.Peterzell klafft ein grosses Loch. «Ich weiss, es sieht jetzt noch nicht danach aus, aber Anfang Juni soll in diesen Räumen das Ärztehaus St.Peterzell eröffnet werden», sagt Vreni Wild, Gemeindepräsidentin von Neckertal, und deutet quer über die Baustelle. Ab dann werden sich die beiden Mediziner Brigitte-Maria Lautenschlager und Mathias Schmidt – beide Fachärzte für Allgemeine Medizin – hier um ihre Patienten kümmern.

Lift auf alle Etagen

Wenn die künftigen Patienten das Ärztehaus betreten werden, werden sie im Erdgeschoss zuerst in einen Empfangs- und Wartebereich gelangen. Hinter dem Empfangsdesk werden die Medizinischen Praxisassistentinnen arbeiten. An ihrem Arbeitsbereich angeschlossen ist ein Aufenthaltsraum mit Garderobe, gleich daneben ist das Labor für medizinische Untersuchungen. Auf der gegenüberliegenden Seite ist ein Raum für die Behandlung von Notfällen und Röntgen sowie zum Anlegen von Gipsverbänden eingeplant.

Über das Treppenhaus oder mit dem neuen Lift, der vom Keller bis ins Dachgeschoss reicht, gelangen die Patienten in den ersten Stock. Hier befinden sich ebenfalls ein Empfangs- und Wartebereich. Links und rechts davon sind vier Untersuchungszimmer sowie ein Raum für Ultraschalluntersuchungen und Manualmedizin, wie beispielsweise Chiropraktik, vorgesehen. Auf dieser Etage befindet sich zudem eine Apotheke. Im Erdgeschoss wie auch im ersten Stock gibt es Patiententoiletten.

In der dritten Etage befindet sich eine Privatwohnung, die bereits vermietet ist. Eine zweite, eine 1-Zimmer-Wohnung mit Küche und Bad, ist im ehemaligen Aufenthaltsraum der Mitarbeitenden der Verwaltung geplant. Noch keine konkrete Verwendung ist für die ehemaligen Sitzungszimmer der Gemeindebehörden im Dachgeschoss vorgesehen. «Hier sind verschiedene Nutzungsmöglichkeiten denkbar», sagt Vreni Wild. Vom Abhalten von Vereinssitzungen oder von Vorträgen über Handarbeitskurse bis hin zu Tanzkursen sei dort oben alles möglich.

Blick in Richtung Warteraum und Untersuchungszimmer im 1. Stock. (Bild: Urs M. Hemm)

Blick in Richtung Warteraum und Untersuchungszimmer im 1. Stock. (Bild: Urs M. Hemm)

In enger Absprache

Die Baukosten sind insgesamt mit 620 000 Franken veranschlagt, wovon 190 000 Franken zu Lasten der Ärzte gehen und demzufolge 430 000 Franken von der Gemeinde Neckertal getragen werden. «Die Gemeinde trägt die Verantwortung für sämtliche baulichen Massnahmen, die beiden Ärzte kümmern sich um die geeignete Einrichtung, was sowohl die Möblierung als auch die medizinischen Gerätschaften betrifft.» Alle Schritte würden nur in enger Absprache zwischen den Bauherren erfolgen. «Schliesslich sind es aber die Ärzte, die hier arbeiten müssen», sagt Vreni Wild.

Parallel zu den Umbauarbeiten im künftigen Ärztehaus in St.Peterzell läuft die Vergabe der Aufträge für die Bauarbeiten am Gemeindehaus Mogelsberg. Dort soll mit den Arbeiten Mitte März dieses Jahres begonnen werden, damit das Gemeindehaus im Herbst für die Gemeindeverwaltung bezugsbereit ist. Für die Baukosten sind im Voranschlag insgesamt rund 2,7 Millionen Franken budgetiert.

Die Neckertaler Gemeindepräsidentin Vreni Wild erkundigt sich nach dem Stand der Arbeiten im neuen Ärztehaus in St. Peterzell. (Bild: Urs M. Hemm)

Die Neckertaler Gemeindepräsidentin Vreni Wild erkundigt sich nach dem Stand der Arbeiten im neuen Ärztehaus in St. Peterzell. (Bild: Urs M. Hemm)

Aktuelle Nachrichten