ADVENTSKALENDER: «Goldstickereien auf dem Tannenbaum»

Gestern präsentierte die Geschäftsleiterin der Mineralquelle Gontenbad AG, Gabriela Manser, den diesjährigen Adventskalender. Der Blick auf das vergangene Jahr stellt die Unternehmerin zufrieden.

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Luzia Broger (links) und Gabriela Manser präsentieren den Goba-Adventskalender. (Bild: Noemi Oesch)

Luzia Broger (links) und Gabriela Manser präsentieren den Goba-Adventskalender. (Bild: Noemi Oesch)

Seit rund zwei Wochen erstrahlt die «Flauderei» in der Hauptgasse von Appenzell im winterlichen Kleid. Tritt man ins Lokal ein, so läuft man direkt in die Armen eines ausgestopften Bären. Zwischen den Goba-Produkten finden sich immer wieder grosse Tannenzapfen oder sperrige Rebwurzeln. Diese groben, verzweigten Holzwurzeln lassen die Dekoration winterlich und dennoch wild erscheinen. Ganz nach dem diesjährigen Motto der Flauderei «Schöne, wilde Weihnachten». In dieser weihnachtlichen Atmosphäre stellte gestern Gabriela Manser, Goba-Geschäftsführerin, den neuen Adventskalender vor.

Ein Tannenbaum mit Goldstickerei geschmückt

Der 18. Adventskalender stammt wie die Jahre zuvor von einer Kunstschaffenden. Luzia Broger wuchs in Appenzell auf. Bereits ihre Eltern waren Künstler. Ihr wurde die Kreativität in die Wiege gelegt. Sie ist gelernte Fotografin, arbeitet aber Teilzeit in der Flauderei. «Deshalb lag es nahe, ihr den Auftrag für die Gestaltung des Adventskalenders zu geben», wie Manser ausführte. Auf den ersten Blick lässt der Advents­kalender eine grosse, schneebedeckte Tanne erkennen, welche von einem goldenen Rahmen umgeben ist. «Die Tanne ist ein Schnappschuss, welchen ich während eines Spaziergangs auf dem Hohen Hirschberg geschossen habe», erzählt Luzia Broger. Während des Advents kann Tag für Tag ein Puzzlestück entfernt werden. An Heiligabend ist dann der ganze Baum festlich mit Goldstickereien beschmückt. Das Schmuckelement der innerrhodischen Frauentracht wurde bewusst für den Kalender ausgewählt. «Der mächtige Baum im Foto besteht aus unzähligen Tannennadeln. Und eine typische Goldstickerei entstehet nur anhand von vielen Nadelstichen», sagt Luzia Broger.

Die Tannennadel ist das Verbindungselement zu den Stickereien. Und die Goldstickereien stehen in direkter Beziehung mit appenzellischen Traditionen, was wiederum zur lokal ansässigen Goba zurückführt. Für Luzia Broger ist es eine grosse Ehre, den Kalender zu gestalten. Dies auch deshalb, weil der allererste Kalender im Jahre 2000 von ihrer Mutter Verena ausgearbeitet wurde.

Dieses Jahr brachte einige Veränderungen

Der Advent lädt auch zum ­Rückblick auf das letzte Jahr ein. ­Gabriela Manser blickt zufrieden ­zurück. Im Frühjahr zügelte die Firma einen Teil der Produktion nach Bühler. Im Anschluss daran wurde Mansers Elternhaus abgerissen. «Dies zu verfolgen war nicht einfach, dennoch freuen wir uns nun auf einen Neustart», sagt die Goba-Chefin. Die aktuelle Produktionserweiterung am Standort Gontenbad verläuft nach Plan. Ende November werden die Elemente für den Holzbau geliefert. Bis Mitte Dezember sollte dieser aufgerichtet sein, damit die Innenausbauten beginnen können. «Einzige Schwierigkeit während des Baus ist das Produzieren. Es wurde noch enger, aber bis jetzt haben wir immer eine Lösung gefunden», so ­Manser.

Noemi Oesch

noemi.oesch@appenzellerzeitung.ch