ADIEU: Mit goldenem Helm in Ruhestand

Acht Jahre war Res Näf Kommandant der Feuerwehr Neckertal. In dieser Zeit formte und prägte er die Organisation. Jetzt hat sich die Feuerwehr von ihm verabschiedet.

Marco Moser
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Hans Brunner, Präsident der Feuerschutzkommission, übergibt den Gutschein für die Stiftung «Denk an mich» an Res Näf. Dieser hat bereits mit Ueli Tanner, Kommandant der Feuerwehr Neckertal, getauscht: Einsatzleiter-Weste gegen einen goldenen Feuerwehrhelm. (Bild: PD)

Hans Brunner, Präsident der Feuerschutzkommission, übergibt den Gutschein für die Stiftung «Denk an mich» an Res Näf. Dieser hat bereits mit Ueli Tanner, Kommandant der Feuerwehr Neckertal, getauscht: Einsatzleiter-Weste gegen einen goldenen Feuerwehrhelm. (Bild: PD)

Die Angehörigen der Feuerwehr Neckertal trafen sich am Freitag im Restaurant Löwen in Mogelsberg zu ihrer Schlussübung. Einleitend blickte Kommandant Res Näf auf das Jahr zurück, zuerst auf den Übungsbetrieb. «Für die Pünktlichkeit habt ihr ein Lob verdient», bemerkte Näf anerkennend. Beim Kader lobte er die Übungsvorbereitung und als persönliches Highlight hob er die Spezialübung für die Partnerinnen und Partner der Feuerwehrleute hervor (das Toggenburger Tagblatt berichtete ). Bei einigen wenigen sah er Verbesserungspotenzial bezüglich Teilnahme an den Übungen.

Fünfmal brannte es im Einzugsgebiet

Wie wichtig regelmässige Übungsbesuche sind, zeigte der Blick auf die Einsatzstatistik des Jahres. Fünf Mal brannte es im Einsatzgebiet der Feuerwehr Neckertal. Dank einem gezielten Vorgehen im Einsatz konnte Schlimmeres verhindert werden, betroffene Familien bedankten sich mit einem Geldbetrag an den Dessert diesen Abend. Nach den Verabschiedungen altgedienter und der Begrüssung der neuen Kameraden schritt Res Näf zu seiner letzten Amtshandlung: den Beförderungen. Ueli Tanner beförderte er zum Major und damit zum künftigen Kommandanten der Feuerwehr Neckertal.

In seiner neuen Funktion als designierter Kommandant übernahm Ueli gleich seine erste Amtshandlung und blickte bildhaft auf Res’ Feuerwehrzeit zurück. Beginnend mit dem Eintritt 1991 besuchte Res total 708 Feuerwehr-Übungen und absolvierte 91,5 Kurstage, nicht darin mitgezählt ist das 14-tätige Engagement bei der Espea, der freiwilligen Feuerwehr zur Waldbrand-Bekämpfung in Griechenland, wo er zusammen mit Feuerwehr-Kamerad Hugo Züger im Einsatz stand.

Unter Res Näfs Kommando verstärkte die Feuerwehr Neckertal die plakative Visualisierung, bildete sich methodisch-didaktisch weiter und leistete im Bereich der «First Responder» Pionierarbeit im Kanton St. Gallen. «Du bist mit Leib und Seele Feuerwehrmann», schloss Ueli Tanner seine Ausführungen. Als Andenken an seine Zeit, erhielt Res von seinem Führungsstab einen goldenen Feuerwehr-Helm.

Beitrag an die Stiftung «Denk an mich»

Hans Brunner, Präsident der Feuerschutzkommission, dankte Res im Namen der Kommission und der anwesenden Präsidenten der beteiligten Gemeinden: «Du hast die Feuerwehr Neckertal geprägt.» Brunner nahm auch am Kurs Visualisierung teil und gestaltete mit diesem Wissen ein Abschieds-Plakat. Anstatt einem Geschenk wünschte sich Res Näf einen Beitrag an die Stiftung «Denk an mich», die behinderten Menschen Ferien ermöglicht.

Res Näf wiederum bedankte sich bei allen Mitgliedern der Feuerwehr Neckertal für ihr Engagement zu Gunsten der Feuerwehr. «Feuerwehr ist eine Teamarbeit», und forderte damit seine Kameraden auf, dem neuen Kommandanten vielleicht auch einmal unaufgefordert Arbeit abzunehmen. «Denn das schönste Gut, das die Feuerwehr haben kann, sind jene Menschen, die sie prägen.»