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Adieu Herisau – die Grossstadt ruft

HERISAU. Jahr für Jahr verlassen viele junge Leute das Appenzellerland, um sich in den grossen Schweizer Zentren auszubilden. Auch für die drei Herisauer Fridolin Petersen, Sebastian Schuler und Samuel Lutz heisst es schon bald Abschied nehmen. Sie freuen sich auf die Zeit in Basel.
Patrik Kobler
Auf dem Sprung: (von links) Fridolin Petersen, Samuel Lutz und Sebastian Schuler. (Bild: pk)

Auf dem Sprung: (von links) Fridolin Petersen, Samuel Lutz und Sebastian Schuler. (Bild: pk)

Samuel Lutz, Fridolin Petersen und Sebastian Schuler kennen sich schon seit zehn Jahren und haben miteinander Fussball gespielt. Nun will es der Zufall, dass die drei Herisauer im September ein Studium in Basel beginnen. «Das haben wir bei einem Bier gemerkt», sagt Samuel Lutz. Er ist 20 Jahre alt und hat vor zwei Jahren an der Kantonsschule Trogen die Matura gemacht. Ganz bewusst hat er sich danach Zeit für ein Zwischenjahr genommen. Er ging auf Reisen und hat verschiedene Jobs gemacht. Weil er nach einem Jahr noch immer nicht wusste, was er studieren will, verlängerte er die schulische Auszeit. Nun hat er sich für Medienwissenschaften und Geschichte entschieden. Just die gleichen Fächer belegt auch Sebastian Schuler. Der 22-Jährige hätte zwar lieber Sport und Wirtschaft studiert. Er schaffte die Sportaufnahmeprüfung aber nicht, weil er sich nicht vorbereitet hatte. «In der Gymnastik war ich zu wenig gut», sagt der 2.-Liga-Fussballer. Der Dritte im Bunde ist Fridolin Petersen. Er hat im Gegensatz zu Sebastian Schuler die Aufnahmeprüfung für Sport und Wirtschaft geschafft. Für Basel hat er sich ganz bewusst entschieden. «Ich habe viel Gutes gehört, und bei einem Augenschein hat es mir sehr gefallen», sagt er.

Neues kennenlernen

Von zu Hause wegzugehen, bereitet den drei Kollegen keine Probleme. Vielmehr sind sie froh, aus Herisau und der Ostschweiz herauszukommen und Neues zu erleben. Samuel Lutz: «Hier kenne ich alles auswendig. Basel ist grösser und bietet mehr Möglichkeiten.» Dank der guten Zugverbindungen plant er allerdings, jeweils am Wochenende nach Herisau zurückzukommen. Das haben auch Sebastian Schuler und Fridolin Petersen vor. Sie wollen weiterhin in der 1. Mannschaft des FC Herisau spielen. Trainieren werden sie bei einem Verein in Basel. Einen Club haben sie sich aber noch nicht gesucht. Bereits gefunden haben sie dafür eine Wohnung. Die drei werden eine Wohngemeinschaft bilden. Sie waren bereits einmal miteinander eine Woche in den Ferien. Das Zusammenleben habe gut funktioniert; einen Ämtliplan brauche es wohl nicht, sind sie sich einig. Die Wohnung liegt in einem siebenstöckigen Block in der Nähe der Uni, des Bahnhofs und der St. Jakob-Sportanlage, also mitten in der Stadt. Mit der Landruhe wird es dann vorbei sein. Sie freuen sich jedoch aufs pulsierende Stadtleben. Einzig Samuel Lutz gibt an, auch die ruhigeren Orte in der Natur aufsuchen zu wollen.

Rückkehr offen

Ob sie nach dem Studium wieder ins Appenzellerland zurückkehren werden, lassen die drei offen. «Ich kann mir gut vorstellen, später wieder hier zu leben», sagt Sebastian Schuler. Aber so wirklich wichtig ist ihnen dieses Thema nicht. Vorerst zählt der Schritt nach Basel. Am 1. September können sie die Wohnung beziehen. Gegenstände von zu Hause nehmen sie praktisch keine mit. Lieber schaffen sie sich alles neu an. Am 17. September startet dann die Uni. Die Vorfreude ist gross: «Ich freue mich darauf, viele neue Leute kennenzulernen», sagt Fridolin Petersen.

Bild: PATRIK KOBLER

Bild: PATRIK KOBLER

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