Achse St. Gallen-Winkeln wird erneuert und erhält Radweg

HERISAU. Mit einem separaten Rad-/Gehweg soll die Sicherheit im so genannten «Winkler Stich» für die schwächeren Verkehrsteilnehmer deutlich verbessert werden.

Monika Egli
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Kantonsingenieur Urban Keller zeigt, dass der Rad-/Gehweg am Winkler Stich im Bereich zwischen Strasse und Visieren erstellt wird. (Bild: eg)

Kantonsingenieur Urban Keller zeigt, dass der Rad-/Gehweg am Winkler Stich im Bereich zwischen Strasse und Visieren erstellt wird. (Bild: eg)

Mit einem separaten Rad-/Gehweg soll die Sicherheit im so genannten «Winkler Stich» für die schwächeren Verkehrsteilnehmer deutlich verbessert werden. Der separate Weg wird von Winkeln bis zur Einmündung der Schützenstrasse in Herisau nordseitig erstellt; die Strasse wird entsprechend verbreitert. Der Regierungsrat hat das kantonsübergreifende Projekt genehmigt, wie den Medien gestern mitgeteilt worden ist.

Laut Mitteilung «fahren die Baumaschinen auf, sobald die Projekte rechtskräftig sind und die Kostengutsprache des Bundes vorliegt». Nebst dem neuen, durchgehenden Rad-/Gehweg seien weitere Sicherheitsdefizite vorhanden, so zum Beispiel die Kreuzung mit der Heinrichsbadstrasse, die auf St. Galler Boden liegt, und die Parkierungsmöglichkeiten zwischen Bahn und Strasse für das Naherholungsgebiet Gübsensee.

«Ein grosses Manko»

Kantonsingenieur Urban Keller kann über den Baubeginn noch keine exakteren Angaben machen, nennt als frühestmöglichen Baubeginn aber das Jahr 2016. Dieses Vorhaben ist Teil des Agglomerationsprogrammes St. Gallen-Arbon-Rorschach, was bedeute, so Urban Keller, dass das Projekt bis Ende des Jahres 2018 abgeschlossen sein müsse. In der Analyse der Agglomeration war die fehlende direkte Radwegverbindung von Herisau nach Winkeln eine der grossen Schwachstellen. «Zur Stärkung der nicht motorisierten Verkehrsleistung in der Agglomeration fehlt eine direkte, wintertaugliche und sichere Langsamverkehrsachse St. Gallen-Herisau», sagt Urban Keller dazu.

15 500 Fahrzeuge pro Tag

Dass ein Bedürfnis nach einem Rad-/Gehweg besteht, davon ist Urban Keller überzeugt, auch wenn kaum Velofahrer und Spaziergängerinnen auf dieser Strecke anzutreffen sind. «Heute getraut man sich ja fast nicht, diesen Strassenabschnitt mit dem Velo oder zu Fuss zu benützen», so Urban Keller, und verweist auf die durchschnittlichen 15 500 Fahrzeuge pro Tag. Sobald das Angebot aber vorhanden sei, werde es bestimmt auch genützt: «Für den Langsamverkehr sind Attraktivität und Sicherheit der Wege unmittelbar miteinander verbunden.» Die Kreuzung mit der Heinrichsbadstrasse wird vom Kanton St. Gallen verbessert.

2,9 Mio. für Ausserrhoden

Für die gesamte Strecke ist ein Bundesbeitrag von 0,5 Millionen Franken in Aussicht gestellt worden. Der Kostenvoranschlag für den Abschnitt auf Ausserrhoder Kantonsgebiet beläuft sich auf 2,9 Millionen Franken. In beiden Kantonen liegt das Projekt zurzeit auf. Die Strasse müsse unter Verkehr erneuert werden; Verkehrsbehinderungen seien daher unvermeidbar.

Strassenerneuerung ab Einmündung Schützenstrasse bis Winkeln. (Bild: Kantonales Tiefbauamt)

Strassenerneuerung ab Einmündung Schützenstrasse bis Winkeln. (Bild: Kantonales Tiefbauamt)

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