Abschluss vom Ferien(s)pass

LÜTISBURG. Am Freitag feierte gross und klein in der Mehrzweckhalle das Abschiedsfest einer ereignisreichen Woche voller Spiel, Spass und Staunen, organisiert vom Ferienpass-Team.

Silvia Bollhalder
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Die Kinder sind begeistert: Das tapfere Schneiderlein ist erneut unverhofft in die Aufführung geplatzt. (Bild: Silvia Bollhalder)

Die Kinder sind begeistert: Das tapfere Schneiderlein ist erneut unverhofft in die Aufführung geplatzt. (Bild: Silvia Bollhalder)

Eine Woche lang wurde in und um Lütisburg fleissig gebastelt, gewerkelt, gespielt und vor allem viel gelacht und genossen. Auch in diesem Jahr haben die acht Frauen vom OK des Ferienpass Lütisburg ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, das den Kindern vom Kindergarten bis in die Oberstufe wiederum die letzte Woche der Herbstferien versüsste.

Im Stadtweier fischen

116 Kinder hatten an 27 verschiedenen Kursen teilgenommen, einige von ihnen an mehreren, so dass am Ende insgesamt 358 Kursteilnehmer gezählt werden konnten und damit ein neuer Rekord. Regula Ehrbar erklärt sich das so, dass zum einen die Familienurlaube immer mehr zu Gunsten des Ferienpasses nach vorne verschoben würden und zum andern in diesem Jahr einige neue Angebote zur Verfügung standen. Im sportlichen Bereich führte man einige Kinder zum Beispiel in die Ballsportart Squash ein, andere machten sich auf nach Wil, um im Stadtweier zu fischen. Altbewährt zeigten sich wiederum der abendliche Hallenbadbesuch und die zweimal durchgeführte «offene Turnhalle», wo nach Belieben getobt werden durfte.

Während der Bau eines Wildbienenstands eher die Jungen zum Mitmachen überzeugte, hatten sich unzählige Mädchen darum beworben, aus einem alten Stuhl einen eigenen Schminktisch herzustellen. Die vielen entstandenen Werke konnten von Familie und Freunden am Abschlussfest in der Mehrzweckhalle bestaunt werden. Kunstwerke wie aus alten Jeans gefertigte, modische Taschen, dekorative Holzpfosten, aber auch herzige Aufsteller aus Naturmaterialien – die beim «Waldzauber» entstanden waren – konnte man ebenso bewundern. Gestaunt wurde während der Woche des öfteren, so zum Beispiel beim Besuch des Polizeidiensthundes oder am Feuerwehrkurs, wo es für alle 30 Teilnehmer schon mal mit dem Hubretter in die Höhe ging. Am neu eingeführten Wellness- und Geniesserabend liess man die Kinderseele beim leckeren selbstgemachten Smoothie baumeln. Die vielen kleinen Feinschmecker kamen beim Cupcake- und Muffinbacken und dem anschliessenden Probieren ganz auf ihre Kosten. Aufgrund der zahlreich eingegangenen Anmeldungen wurde der Kurs dreifach durchgeführt, denn die Kinder dürfen im Rahmen des Möglichen an so vielen Kursen wie gewünscht teilnehmen.

Kinder schlüpfen in Rollen

Am Abschlussfest zeigte man nicht nur die vielen entstandenen Kunstwerke. Dass während der Woche auch fleissig geprobt wurde, zeigte der nicht ganz so spontane Flashmob. Die innert ein paar Stunden erlernten Moves wurden am Freitagabend stolz präsentiert, der eine oder andere Zuschauer liess sich sogar dazu hinreissen, sich ein wenig mitzubewegen. Ebenso aktiv ging es bei den Theaterproben zu und her. 22 Kinder schlüpften unter der Anleitung von Schulleiter Remo Walder in verschiedene Rollen. Nach Herzenslust improvisierte man, verkleidete und schminkte sich und liess lustige Szenen entstehen. Mutig zeigten die jungen Nachwuchsschauspieler am Freitagabend ihre ganz spezielle Inszenierung einiger bekannter Märchen. Hänsel und Gretel knabberten in dieser Version am Pizzahäuschen, das von einem Polizisten scharf bewacht wurde. Für Lacher sorgten auch die Eindringlinge – das tapfere Schneiderlein, Rotkäppchen und Rumpelstilzchen –, die eben auch gerne mit von der Partie sein wollten. Als der Ofen, in den die böse Hexe gesteckt werden sollte, bereits besetzt war, hallte es nur so von Gelächter. Mit grossem Applaus bedankte man sich für die komische Vorstellung und im Anschluss ebenso bei den beiden scheidenden Mitgliedern des Ferienpasses Yvonne Stucki und Monika Räss, die jahrelang mit viel Herzblut mitgewirkt hatten. Wie viel Arbeit hinter dem ganzen Spass steckt, kann man sich nur schwer vorstellen. Denn nebst dem Administrativen und den Kursvorbereitungen, die viel Kreativität erfordern, wird auch jeder Kurs von den acht Frauen besucht. Dabei werden Znüni verteilt und Fotos geschossen.

www.fespa.ch.