Abschluss mit Rekordzeit

Was einst ein interner Versuch für Ausdauersportler gewesen ist, hat sich zur professionellen Veranstaltung entwickelt. Nun die Dernière am Samstag: Walter Manser aus Appenzell bewältigt die Säntis-Challenge so schnell wie keiner zuvor.

Lukas Pfiffner
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DUATHLON. In der Kurve hinter der Barriere in Waldstatt blinkt das Polizei-Motorrad, das dem Tross vorausfahren wird. Es ist die letzte Säntis-Challenge (siehe Kasten); für alle Finisher steht ein Trikot mit Spezialaufdruck in Aussicht. Der Lieferant der Shirts ist diesmal selber am (Massen-)Start: Christoph Mauch, einst Sieger des Ironman Switzerland und Viertplazierter beim Ironman Hawaii.

«Leicht 250 oder 300»

Begonnen hatte die Veranstaltung als interner Testlauf mit einem Dutzend Insidern. Das Interesse wuchs rasch, die Veranstaltung erreichte beachtliche Dimensionen. «Wir hätten jeweils leicht 250 oder 300 Teilnehmer zusammenbringen können», sagt Rennleiter Pierre River. Aus Sicherheitsgründen war in Absprache mit den Verkehrsorganen das Feld allerdings stets auf 160 begrenzt. «Dabei hatten wir ursprünglich für den Gipfellauf die grösseren Befürchtungen als für den Strassenabschnitt.» Auch in der zehnten offiziellen Austragung vom Samstag bleibt die Säntis-Challenge von schlimmen Zwischenfällen verschont.

Dem Energiehaushalt widmen

Andreas Zünd und Erich Kuster treffen schon nach gut 35 Minuten in der Wechselzone auf der Schwägalp ein. Numeriertes Gestell anlaufen, Rad deponieren, Schuhe wechseln, Helm deponieren, sich verpflegen – das läuft fast mechanisch ab. Biber, Schoggi, Bananenstücke, verschiedene Getränke stehen bereit. Wer den Säntis in rund 60 Minuten erklimmt statt in dreieinhalb Stunden wie auf dem Wegweiser angegeben, muss sich sorgfältig dem Energiehaushalt widmen. Die meisten werfen die Becher im Laufen in den Abfallbehälter – und treffen. Ein Teilnehmer zieht sich wegen Krämpfen zurück. Die schnellste Frau ist Nina Zoller aus Herisau, die für die Fahrt auf die Schwägalp 38:17 Minuten und bis ins Ziel 1:48:29 braucht. Diesmal geht es aus organisatorischen Gründen genau 88 Stufen weiter als sonst. Trotzdem erreicht Walter Manser aus Appenzell den Gipfel in der Rekordzeit von 1:32:38. Sieger sind aber alle, die die riesige Herausforderung gemeistert haben. Sie feiern am Abend an der «Challenge-Party».

Ranglisten-Auszug Männer: 1. Walter Manser (Appenzell) 1:32:38. 2. Andreas Zünd (Oberriet) 1:36:08. 3. Pirmin Baumann (Appenzell) 1:37:26. 4. Erich Kuster (Appenzell) 1:38:02. 5. Michael Hutter (Altstätten) 1:39:21. 6. Samuel Stolz (Zürich) 1:39:47. 7. Wisi Steinbacher (Wattwil) 1:40:21. 8. Roman Nef (Appenzell) 1:41:03. Frauen: 1. Nina Zoller (Herisau) 1:48:29. 2. Gaby Steigmeier (Brülisau) 1:54:40. 3. Irina Raschle (St. Peterzell) 1:59:49. 4. Christa Inauen (Samedan) 2:01:05.

Ranglisten und Abschnittszeiten: www.saentis-challenge.ch