Abschiede und neue Hoffnungen

Der Kantonsschul-Sportverein Wattwil (KSV) ist sportlich wie finanziell auf Kurs. An der ordentlichen Vereinsversammlung des Dachvereins musste man sich aber von einigen treuen Begleitern verabschieden, unter anderem von «Urgestein» Ernst Weber.

Nadine Rydzyk
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Der KSV-Vorstand: (von links) Felix Berger, René Langenegger, Mathias Wittenwiler, Viola Boye und Johannes Horschik verabschiedeten sich in symbolischer Bildsprache vom langjährigen «KSV-Urgestein» Ernst Weber. (Bild: Thomas Geissler)

Der KSV-Vorstand: (von links) Felix Berger, René Langenegger, Mathias Wittenwiler, Viola Boye und Johannes Horschik verabschiedeten sich in symbolischer Bildsprache vom langjährigen «KSV-Urgestein» Ernst Weber. (Bild: Thomas Geissler)

WATTWIL. «Wir im Vorstand versuchen immer zu verfolgen, was in den einzelnen Abteilungen passiert», erklärte Viola Boye, Präsidentin des Dachvereins KSV Wattwil. Waren es hier in den letzten Jahren vor allem personelle Probleme, welche immer wieder beschäftigten, scheint dies nun nicht mehr der Fall zu sein. «Auch im Basketball haben sich junge Spieler bereit erklärt, mit einem Amt auch das Vereinsleben mitzutragen», durfte sich die Präsidentin freuen. Dies umso mehr, da der KSV Wattwil mit Ernst Weber, der nun eben den Jungen Platz machen will, einen äusserst engagierten Mann sowohl im Vorstand als auch im Trainingsbereich verliert.

Wenn dieser zur Versammlung auch nicht anwesend war, versäumte man nicht, ihn für diesen Einsatz zu würdigen. So hatte sich Ehrenmitglied Ernst Weber sowohl als Präsident für die Volleyballabteilung als auch im Vorstand und als Trainer, technischer Leiter sowie in der Jugendförderung der Basketballabteilung stark gemacht. An der Reanimation der letzteren im Jahr 2009 war er gemeinsam mit Eva Koller massgeblich beteiligt.

Mixed in die Meisterschaft

Wie Mathias Wittenwiler in seinem Jahresbericht aus der Abteilung mitteilen musste, «waren wir letztes Jahr mehr Basketballer». Dieser Mangel an Spielern führte schliesslich auch dazu, dass auf eine Meisterschaftsteilnahme im vergangenen Jahr verzichtet werden musste. Doch konnte bei dem noch ausbaufähigen Bestand und Einsatz der jungen Männer gleichzeitig eine Zunahme an motivierten Basketballerinnen verzeichnet werden. Und diese schafften es in die Finalrunde der Schweizer Mittelschulmeisterschaften. «Und auch wenn wir hier keinen Sieg errungen haben, hat es Spass gemacht, und die Mannschaft hat sicher davon profitiert», so Mathias Wittenwiler. Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass man schon länger das Training der Basketball-Damen und -Herren zusammengelegt hat, wird man in der kommenden Saison denn auch mit einem Mixed-Team im neuen Outfit in die Meisterschaften starten.

Abgänge im Volleyball

Aus der deutlich grösseren Volleyballabteilung konnte René Langenegger viele Erfolge im Rückblick auf die vergangene Saison vermelden. Dazu gehörte nicht zuletzt der Ligaerhalt des Nati-A-Teams, das auch viele attraktive Heimspiele ablieferte. Für die Zukunft wird man sich hier allerdings darum kümmern müssen, gleich mehrere Abgänge hervorragender Spielerinnen zu verschmerzen und diese zu ersetzen. Doch wird man wohl in der 1.-Liga-Mannschaft, die als Sprungbrett für das Nationalliga-Team gilt und welche die Saison mit dem 5. Schlussrang beendete, fündig werden. Einen Spielerinnenverlust durch mehrere Wegzüge hat man auch in der 2.-Liga-Mannschaft zu beklagen, weshalb es in der kommenden Saison hier kein eigenes Team des KSV Wattwil geben wird. Freuen durfte man sich aber auch über die Leistungen der anderen Teams sowie über die statutarische wie auch technische Professionalisierung, die auf den Weg gebracht ist.

Stabile Finanzen

Aus finanzieller Sicht konnte Kassier Felix Berger eine positive Rechnung für das Vereinsjahr 2012/2013 präsentieren, die mit einem Einnahmenüberschuss von knapp 800 Franken die Bilanzsumme auf 12 170 Franken steigert. Hierfür gab es weder Beanstandungen von den Revisoren noch von den Mitgliedern. Ebenso stimmte man der Beibehaltung der bisherigen Höhe der Mitgliederbeiträge ohne Opposition zu.

Mit gleicher Einstimmigkeit konnten auch die Vereinspräsidentin Viola Boye und der weitere Vorstand im Amt bestätigt werden. Trennen musste sich der Verein aber auch von den beiden langjährigen Revisoren Werner Kaiser und Beat Gasser. Ihre Nachfolge werden Madeleine Eigenmann und Daniele Favazzo antreten. Blieb also nur, die Hoffnungen der Präsidentin zu teilen, die sich «auf eine kommende Saison mit vielen spannenden, verletzungsfreien und erfolgreichen Spielen» freut.