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Abschied mit vielen Umarmungen

WATTWIL. Seit 29 Jahren ist Hans Bachmann am Spital Wattwil, als Oberarzt und Leitender Arzt. Morgen Mittwoch geht er in Pension. Sein Abschiedsfest fand schon am Montag statt – mit vielen Umarmungen und einer grossen Mitarbeiter-Show.
Hansruedi Kugler
Immer zu einem Spass aufgelegt: Hans Bachmann (Mitte) wurde von der «PSA Blues Band» mit einem selbst komponierten Song verabschiedet. Seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sangen dabei von seinen Eigenheiten. Dabei erwähnten sie neben dem Schöggeliverteilen und dem Sammeln von Cumulus-Punkten besonders, dass er aus seinem liebsten Ferienland Norwegen jeweils Rentier-Geweihe mit nach Hause nehme. (Bilder: Hansruedi Kugler)

Immer zu einem Spass aufgelegt: Hans Bachmann (Mitte) wurde von der «PSA Blues Band» mit einem selbst komponierten Song verabschiedet. Seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sangen dabei von seinen Eigenheiten. Dabei erwähnten sie neben dem Schöggeliverteilen und dem Sammeln von Cumulus-Punkten besonders, dass er aus seinem liebsten Ferienland Norwegen jeweils Rentier-Geweihe mit nach Hause nehme. (Bilder: Hansruedi Kugler)

Wattwil. Es war ein Abend der Umarmungen und der pointierten Anekdoten. Hans Bachmann liebt Schöggeli und verschenkt solche bei jeder Gelegenheit, er sammelt leidenschaftlich Cumulus-Punkte und Rentier-Geweihe, die er von seinen häufigen Reisen nach Norwegen mitbringt. Solches bekamen die rund 150 Gäste beim Abschiedsfest vom Montag im Zelt neben dem Spital von Hans Bachmanns Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu hören. Sie kennen ihn und mögen ihn sehr gut und erlaubten sich, ihn zum Vergnügen aller mit Schalk zu verabschieden. Dass Hans Bachmann ein sehr beliebter Spitalarzt ist, sei auch bis nach St. Gallen bekannt geworden, sagte Roman Wüst, Generalsekretär des Gesundheitsdepartements, in seiner Abschiedsrede: «Heute verabschieden wir ein Prachtsexemplar, das alle Kriterien unserer Gesundheitsversorgung erfüllt. Sein Einsatz und seine Fachkompetenz sind vorbildlich. Gerade in seiner menschlichen Art hat er Massstäbe gesetzt.»

Ein Kämpfer fürs Spital Wattwil

Hans Bachmann sei keiner gewesen, der sich in den Vordergrund gespielt habe, so Roman Wüst. Aber als vor einigen Jahren die Schliessung des Spitals Wattwil drohte, habe er laut und deutlich allen die Meinung gesagt: «Hans Bachmann hat mit seiner hartnäckigen Art einen entscheidenden Anteil daran gehabt, dass es das Spital Wattwil noch gibt und dass die Politik einen Richtungswechsel vorgenommen hat», meinte Roman Wüst. «Bescheiden, väterlich, hemdsärmlig, bemerkenswert menschlich», so charakterisierte René Fiechter den scheidenden Spitalarzt. Hans Bachmann dankte es ihm mit dem Bonmot: «Nach der Eiszeit der Quadriga, in der das mittlere Kader entmündigt worden ist und die Schliessung des Spitals schon beschlossene Sache war, haben Heidi Hanselmann und René Fiechter eine stete, wohltuende Klimaerwärmung bewirkt.»

Breites Tätigkeitsgebiet

Hans Bachmann hat 29 Jahre lang die Entwicklung des Spitals Wattwil mitgeprägt. Er ist leitender Arzt der Inneren Medizin, der Geriatrie und der Alkoholkurzzeittherapie. Dass die in den letzten Jahren ausgebauten Abteilungen Geriatrie und Alkoholkurzzeittherapie einen überregional guten Ruf haben, sei vor allem sein Verdienst, würdigt ihn die Spitalleitung. Auch war Hans Bachmann viele Jahre lang Personalarzt, weshalb er alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter persönlich kennenlernte. Begonnen hatte seine Ärztelaufbahn an der Universität Bern. Als Assistenzarzt war er in Uznach: «Dort habe ich gemerkt, dass ich zwei linke Hände habe, weshalb ich das Berufsziel des Chirurgen fallen liess», sagte Hans Bachmann in seiner kurzen Abschiedsrede. Danach folgten Assistenzstellen an der Medizinischen Universitätsklinik Zürich und schliesslich noch an der Rheumatologischen Poliklinik des Inselspitals Bern. Im Militär liess er sich zum Hauptmann ausbilden. 1982 wurde er als Oberarzt Medizin am damaligen Gemeinde-Spital Wattwil gewählt. Bereits 1985 erfolgte die Beförderung zum Leitenden Arzt Medizin.

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