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ABSCHIED: Der stille Schaffer geht in den Ruhestand

Seit drei Jahrzehnten sorgt er mit grossem Engagement dafür, dass die Evangelisch-Reformierte Kirchgemeinde Ebnat-Kappel gegen aussen in bestem Licht erscheint. Jetzt, nach 32 Jahren im Dienst der Kirchgemeinde, geht Mesmer Ernst Wälle in den Ruhestand.
Ernst Wälle geht nach 32-jähriger Tätigkeit als Mesmer in den wohlverdienten Ruhestand. (Bild: PD)

Ernst Wälle geht nach 32-jähriger Tätigkeit als Mesmer in den wohlverdienten Ruhestand. (Bild: PD)

Als junges Paar kamen Ernst und Adi Wälle 1982 nach Ebnat-Kappel. Drei Jahre später, am 1. Mai 1985, trat Ernst die freie Mesmerstelle an und seither arbeitet er für die Evangelisch-Reformierte Kirchgemeinde. Für Aussenstehende sind die vielfältigen Aufgaben eines Mesmers oft kaum sichtbar, finden sie doch meist im Hintergrund statt. Doch seine Tätigkeiten gehen weit über jene eines kirchlichen Hauswartes hinaus, der die Gebäude der Kirchgemeinde und deren Umgebung hegt und pflegt. Er ist für die Vor- und Nachbereitung der Gottesdienste zuständig, unterstützt die Pfarrpersonen und steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Er orchestriert das Glockengeläut oder wirkt als Mitorganisator, Vorbereiter und Vermittler bei zahlreichen kirchlichen Anlässen mit – und nicht zuletzt ist er dank seiner Präsenz in den Anlagen der Kirchgemeinde ein Ansprechpartner für viele Besucher, Gäste und Gemeindeglieder. Während über 32 Jahren hat Ernst Wälle all diese Tätigkeiten innerhalb der Kirchgemeinde mit viel Herzblut und grosser Hingabe ausgeführt. Als stiller Schaffer trug er stets dazu bei, dass unzählige Gottesdienste und kirchliche Anlässe in würdigem Rahmen – oder manchmal auch mit speziellem Rahmenprogramm – abgehalten werden konnten. Und auch die jüngeren Kirchgemeindemitglieder lagen Ernst immer am Herzen: Ende der 80er-Jahre schloss er die Ausbildung zum Katecheten ab und seither erteilt er den Mittelstufenkindern in Ebnat-Kappel Religionsunterricht. Und seine Mithilfe im Ressort «Familie & Kind» unterstreicht seine Bemühungen für den Nachwuchs der Kirchgemeinde.

Handläuten wieder zum Leben erweckt

Mit Ernst Wälle verliert die Kirchgemeinde einen sehr engagierten Mesmer. Eine seiner grossen Passionen war das Handläuten der Kirchenglocken. Dass die Glocken im Kappler Kirchturm und eine Glocke in der Kirche Ebnat wieder von Hand geläutet werden können, ist sein Verdienst. Ernst war es, der sich dafür stark gemacht hatte, den Glockenturm in Kappel entsprechend umzurüsten. Auch sonst bereitete es ihm immer grosse Freude, wenn er Interessierten die Kirchturm samt Uhrwerk und Glockenstuhl zeigen und erklären durfte.

Gerade im Bereich Liegenschaften, bei dem der Mesmer eine zentrale Rolle spielt, erlebte Ernst in den vergangenen Jahren einschneidende Umstrukturierungen. Eine aufwendige Angelegenheit, bei der Ernst organisatorisch sowie vermittelnd mitgeholfen hatte, war die Totalrenovation der Kirche Ebnat mit dem grossen Einweihungsfest im Jahr 1992. Zehn Jahre danach, beim 250-Jahr-Jubiläum der Grubenmann-Kirche, war er ebenso beteiligt. Und er gehörte auch bei den jüngsten Auffrischung der Kirche Ebnat – der Reinigung im Innern und dem neuen Aussenanstrich – zum organisierenden Kernteam.

In seine Amtszeit fiel auch der emotionale Abschied vom zweigeteilten Standort der Kirchgemeinde – mit dem Verkauf der Kirche Kappel, dem dortigen Pfarrhaus sowie dem dazugehörigen Land. Neben dem immensen Aufwand rund um den Abschied und Wegzug aus Kappel war Ernst stark in die Planung der neuen Beheimatung der Kirchgemeinde involviert: Den Bau des neuen Kirchenzentrums an der Steinfelsstrasse – an jenem Platz, wo anno 1761 die Oberwattwiler sagten: «Bim Gmüür auf dem Ebnet» soll unsere Kirche stehen!

Abschied und Neuanfang

Wie es der Zufall will, wird das renovierte und erweiterte Kirchenzentrum just am letzten Arbeitstag von Ernst Wälle, am Donnerstag, 30. November, fertiggestellt sein. Ab dann wird Ernst zwar deutlich weniger in den Räumen der Kirchgemeinde anzutreffen sein. Wir hoffen aber, dass er auch künftig gerne in diesen aus- und eingeht – als willkommener und gerngesehener Gast. (pd)

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