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Abgang des Überfliegers

Menschen 2017
Jan Schoch hat ein wechselhaftes Jahr hinter sich. (Bild: Urs Bucher)

Jan Schoch hat ein wechselhaftes Jahr hinter sich. (Bild: Urs Bucher)

Im September zierte er die Titelseite der «Bilanz». Das Wirtschaftsmagazin sprach vom «Comback Kid», der sich wieder zurückkämpfte. Denn der Innerrhoder Jan Schoch hat schwierige Zeiten hinter sich. Sein Derivateunternehmen Leonteq, an dem er ein grösseres Aktienpaket hielt, verlor an der Börse massiv an Wert. Zudem kam Kritik seitens neuer Grossaktionäre auf, und es gab Unruhen in der Führung. So verliess unter anderem Verwaltungsratspräsident Pierin Vincenz das Unternehmen. Auch an CEO Jan Schoch, der die Finanzfirma 2007 zusammen mit drei Partnern gegründet hatte, nahm in der Krisenzeit die Kritik massiv zu.

Dann schien im ersten Halbjahr die Wende erreicht. Leonteq erwirtschaftete wieder einen (kleinen) Gewinn. In der Folge stieg der Aktienkurs an. Offenbar goutierten die Anleger die Anstrengungen des Managements, das die Kosten reduzierte. So wurden unter anderem 80 Arbeitsplätze abgebaut.

Nur wenige Wochen nach dem Bilanz-Artikel kam alles anders. Schoch trat von seiner Position zurück und verliess die Geschäftsleitung. Künftig sollte der Leonteq-Gründungspartner dem Unternehmen nur noch beratend als sogenannter «Senior Advisor Strategic Growth Initiatives» zur Seite stehen. Der Grund für den Schritt ins zweite Glied soll das angespannte Verhältnis mit den anderen Mitgründern sowie dem Verwaltungsrat gewesen sein. Ende Oktober gab Schoch dann den Verkauf seines gesamten Aktienpakets bekannt. Die Beratertätigkeit wird er nicht weiter ausführen.

Der Abgang ist der vorläufige Tiefpunkt einer steilen Karriere in der Finanzwirtschaft. Jahrelang galt Schoch als Überflieger der Derivatebranche. Er schaffte es sogar als jüngstes Mitglied in die 300-Reichsten-Liste der Schweiz.

Weiterhin tätig ist der HSG-Absolvent für seine Bank Flynt. Diese will die Vermögensverwaltung von reichen Kunden automatisieren und zentralisieren. Die Fintech-Firma mit Sitz in Zug hat Schoch vor drei Jahren gegründet. Danebst gehören ihm das Hotel Bären in Gonten und die in Innerrhoden tätige Immobilienfirma Valastone. (cal)

Menschen 2017 Wir rufen in den kommenden Tagen unterschiedliche Menschen in Erinnerung, die in diesem Jahr Besonderes geleistet haben, mit ihren Projekten erfolgreich waren oder aufgefallen sind.

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