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Abderhalden AG wechselt Besitzer

Die Abderhalden AG – Café, Bäckerei, Konditorei, Confiserie in Wattwil und das Kafihuus 12 in Ebnat-Kappel sind verkauft. Ab dem 1. August werden Gregor und Manuela Menzi die Geschicke der beiden Betriebe im Toggenburg lenken.
In der ersten Septemberwoche können die Kunden die neuen Besitzer der Bäckerei, Konditorei, Confiserie und des Cafés Abderhalden, Manuela und Gregor Menzi, im Rahmen einer Eröffnungswoche kennenlernen. (Bild: Urs M. Hemm)

In der ersten Septemberwoche können die Kunden die neuen Besitzer der Bäckerei, Konditorei, Confiserie und des Cafés Abderhalden, Manuela und Gregor Menzi, im Rahmen einer Eröffnungswoche kennenlernen. (Bild: Urs M. Hemm)

WATTWIL. Es sei ihm klar, dass er mit dem Kauf der Abderhalden AG ein grosses Erbe antrete. «Gleichzeitig bin ich aber davon überzeugt, dass wir mit dieser grundsoliden Basis, die uns Markus und Gaby Abderhalden überlassen haben, das Traditionsgeschäft erfolgreich weiterführen können», sagt Gregor Menzi. Er und seine Frau Manuela übernehmen ab dem 1. August die Abderhalden AG. Dazu gehören die Bäckerei, Konditorei, Confiserie samt Café an der Poststrasse in Wattwil sowie das Kafihuus 12 in Ebnat-Kappel. «Wir werden die Tradition des Hauses weitgehendst weiterführen. Dennoch wird es einige Anpassungen geben», sagt Gregor Menzi, der Name Abderhalden bleibt aber auf jeden Fall bestehen.

Eine Zeitinsel der Ruhe

Gregor Menzi ist im Toggenburg aufgewachsen und hat hier auch die Bäckerlehre absolviert. Im Laufe seines Werdeganges hat er sich zum Verkaufsleiter weitergebildet, das Nachdiplomstudium in Unternehmensführung an der Hochschule St. Gallen absolviert und sich damit die betriebswirtschaftlichen Grundlagen zur Führung eines KMU erworben.

Heute ist er in einer Führungsposition als Verkaufsleiter bei der Post und hat sich mit dem Kauf eines in seinem Bereich im Toggenburg führenden Unternehmens einen lang gehegten Traum erfüllt. Dass sich dieser so nah bei seinem Wohnort Wigetshof, in seiner nächsten vertrauten Heimat verwirklicht, sei ein Glücksfall, meint Gregor Menzi. Es ist ihm ein grosses Anliegen, der langen Tradition des Unternehmens, das weit über das Toggenburg hinaus bekannt ist, Sorge zu tragen und den Anforderungen der Kundschaft und Gäste gerecht zu werden. Da er schon einige Jahre nicht mehr im Produktionsbereich tätig ist, wird es eine Umstellung sein. «Aspekte wie kreatives Schaffen, das Verwirklichen von Ideen und Visionen werden einen neuen Stellenwert in meinem Alltag haben.» Einfach werde es nicht sein, denn besonders in den Anfängen gebe es einige Entscheidungen zu treffen. «Diese Überlegungen betreffen vor allem unternehmerische Aspekte, wie beispielsweise die künftige Ausrichtung des Betriebs oder allfälliges Wachstum», erläutert Gregor Menzi. Das Café solle ein Treffpunkt von Jung und Alt, ein Ort zum Verweilen und Durchatmen sein, eine Zeitinsel, wo die Kunden hochwertige, aus regionalen Rohstoffen handgefertigte Produkte bekommen, sagt er.

Tradition weiterführen

Das heisst, die Tradition wird weiterleben, denn von der kleinen Holzofenbäckerei zum Geschäftshaus an der Poststrasse war es ein grosser Schritt, und in den letzten 34 Jahren hat sich unter der Leitung von Markus und Gaby Abderhalden sehr viel getan. Da waren beispielsweise vor 30 Jahren im Café die gusseisernen Teekännchen mit den offenen und auserlesenen Teesorten. Die Vielfalt der «Abdi»-Salatkreationen und die leichte Küche verwandelten das Café am Mittag in ein Speiserestaurant, und die kulturellen Abendveranstaltungen sind ein fester Bestandteil der Kultur im Toggenburg. Der Laden und das Café wurden zweimal umgebaut und vergrössert. Ein kahler, gewöhnlicher Sitzplatz wurde zu einem grossen Café-Garten mit Bäumen, Bambus, Palmen und im Frühling herrlich blühenden Glyzinien. Unabhängig von der Jahreszeit wird der Garten auch im Winter von den Gäste genutzt.

Das Angebot in der Bäckerei werde grösstenteils beibehalten, sagt Menzi. «Das eine oder andere wird vielleicht verschwinden, dafür wird die Auswahl mit anderen Spezialitäten – ich habe eine Toggenburger Nusstorte im Sinn – ergänzt werden.» Was bleibt, das sind die alten handwerklichen Rezepte von Grossvater Ueli Abderhalden, wie der bekannte und beliebte Schlorzifladen, das Toggenburger Birebrot, der Mandelfisch, die Schwarzwäldertorte und viele Brotsorten, die immer noch mit Rohstoffen aus der Region ohne Zusatzstoffe gebacken werden.

Man darf sich also freuen, dass der so wichtige soziale Treffpunkt in Wattwil erhalten bleibt, dass das Chachelofebrot, der Grand Cru Schoggi Chueche und die Toggenburger Sennechübeli weiterhin erhältlich sind, und man darf gespannt sein, wie sich dieses Unternehmen in Zukunft unter der Leitung und den Visionen von Gregor und Manuela Menzi entwickeln wird. (pd/uh)

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