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Abbruch des Ortsbürgerhauses

Ende letzten Jahres wurde an der Nesslauer Ortsbürgerversammlung einer Projektierung «Neuüberbauung Areal Wiese» zugestimmt und somit der Abbruch des Ortsgemeindehauses ins Auge gefasst.

Ende letzten Jahres wurde an der Nesslauer Ortsbürgerversammlung einer Projektierung «Neuüberbauung Areal Wiese» zugestimmt und somit der Abbruch des Ortsgemeindehauses ins Auge gefasst. Obwohl ich kein Ortsbürger bin, habe ich mich an den Vorstand der Ortsbürger gewandt, weil ich aus verschiedenen Gründen gegen einen Abbruch bin. Das etwa 350 Jahre alte Hagmann'sche Haus mit dem hofartigen Anbau ist aus historischer Sicht interessant, hat eine gute bauliche Substanz und bietet sich an für einen schönen Umbau/Renovation. Aufgrund seiner Lage und bisherigen Nutzung ist es prädestiniert für Familien- und Seniorenwohnraum. In Absprache mit Vorstandsmitgliedern der Ortsbürger habe ich drei unabhängige Architekten kontaktiert, um zu prüfen, ob ich selber mit fortschreitendem Alter komische Ideen entwickle. Jeder der drei Architekten teilte aber nach einer Begehung vor Ort meine Meinung und äusserte sein Bedauern über einen Abbruch. Nach vielen Gesprächen mit Architekten, Hausbewohnern, Ortsbürgern und Einwohnern von Nesslau bin ich der festen Überzeugung, dass man zusätzlich zu der Neubauvariante eine Sanierungsvariante als Entscheidungsgrundlage vorlegen sollte. An der nächsten Versammlung vom 8. März haben die Ortsbürger die Gelegenheit, darüber abzustimmen. Gegenüber einer Neuüberbauung wäre das zu einem Viertel der Investitionssumme machbar, würde aber mehr als die Hälfte der Wohnfläche einer Neuüberbauung bieten. Aus gewerblicher Sicht gilt für Neubauinvestitionen: je grösser das Volumen in kürzerer Zeit desto mehr wird auswärts vergeben. Ich hoffe, dass meine Meinungsäusserung von den Ortsbürgern nicht als «Einmischung in innere Angelegenheiten» verstanden wird und zitiere einen der drei Architekten: «Die Ortsgemeinde hat in der Wiese die einmalige Chance, im Dorfzentrum ein identitätsstiftendes Projekt zu entwickeln, welches die Geschichte des Ortes weiterspinnt und zu einem prägenden Teil des Ortes unter Einbezug des baulichen Erbes werden könnte.»

Christof Deutsch, Lutenwilerstrasse 2b,

9650 Nesslau

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