Auszeichnung für zwei Mitglieder des FC Appenzell ++ die beiden Funktionäre sind seit 90 Jahren im Einsatz für den Club

Der Appenzeller Kantonalfussballverband ehrt Martin Kradolfer und Erwin Huber für deren Engagement.

Jesko Calderara
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Erwin Huber und Martin Kradolfer übernehmen seit Jahrzehnten verschiedene Aufgaben für den FC Appenzell.

Erwin Huber und Martin Kradolfer übernehmen seit Jahrzehnten verschiedene Aufgaben für den FC Appenzell.

Bild: CAL

Ohne Leute wie sie würde ein Sportverein kaum funktionieren. Die stillen Schaffer packen an, wenn es was zu tun gibt, und erledigen ihre Aufgaben ohne grosses Aufsehen zuverlässig. Dies trifft auch auf Martin Kradolfer und Erwin Huber zu. Die beiden Mitglieder des FC Appenzell engagieren sich zusammen seit rund 90 Jahren für den Innerrhoder Fussballclub. An der diesjährigen Delegiertenversammlung des Appenzeller Kantonalfussballverbandes am Freitagabend im Gasthaus Krone in Gonten wurden sie dafür ausgezeichnet. «Der Einsatz der beiden Geehrten ist überwältigend, sensationell und unglaublich», lobte Georg Reifler, Präsident des FC Appenzell, in seiner Laudatio vor den rund 40 Anwesenden.

Martin Kradolfer ist Anfang der 80er-Jahre als Schiedsrichter zu den Innerrhodern gestossen. 1985 wurde er als Aktuar in den Vorstand gewählt. Neun Jahre später hat Kradolfer weitere Ämter und Funktionen übernommen, etwa das Sekretariat und die Leitung des Spielbetriebs. Zudem verfasst das FCA-Vorstandsmitglied bis heute die Zeitungsberichte und amtet an den Spielen des Frauenteams und der ersten Mannschaft als Speaker. Alle diese Aufgaben führe Kradolfer seit Jahren mit Freude aus, betonte Reifler.

Durchzogene sportliche Leistungen

Als ebenso «unersetzlich» wie Kradolfer bezeichnete der FCA-Präsident Erwin Huber. Dessen Karriere als Funktionär begann im Alter von 16 Jahren. Um 1970 herum wurde Huber Juniorentrainer beim FC Appenzell. Bis 2014, während 44 Jahren, war er Trainer der verschiedensten Mannschaften. Darüber hinaus ist Huber seit über vier Jahrzehnten Platzwart. In dieser Funktion richtet er Woche für Woche die Sportplätze Ziel, Wühre und seit neustem auch Schaies her. Huber helfe, wo er nur könne, lobte Reifler. So nehme er seit 1977 beispielsweise für den Auf- und Abbau des Grümpelturniers jedes Jahr zwei Wochen Ferien.

In seinem Jahresbericht ging AKFV-Präsident Marcel Maier auf die sportliche Entwicklung der Appenzeller Vereine ein. «Nach dem enttäuschenden Abschneiden in der Vorsaison mit vier Abstiegen, sieht es leider auch in der laufenden Saison nicht besser aus», sagte er. Als positives Beispiel hob er den FC Herisau hervor, der auf dem 1. Platz steht und den Wiederaufstieg in die 2. Liga anstrebt. Weniger erfreulich läuft es dagegen in Heiden, Speicher und Appenzell. Die beiden Ausserrhoder Teams dieses Trios liegen momentan in der 3. Liga auf einem Abstiegsplatz. Viel Freude bereitet den Verantwortlichen der Stützpunkt Appenzellerland vom Nachwuchsprojekt Futures Champs Ostschweiz, der im August 2019 bereits in die vierte Saison gestartet ist. In Bühler trainieren 16 Juniorinnen und Junioren aus dem gesamten Verbandsgebiet. Nicht ohne Stolz wies Maier in diesem Zusammenhang auf Jasper van der Werff (Speicher) und Kemal Ademi (Herisau) hin. Mit den beiden Profis des FC Basel spielen gleich zwei Spieler in der Super League, die einst dem Team Appenzellerland angehörten.

Vorstandsmitglieder im Amt bestätigt

Keinen Anlass zu Diskussionen gaben die Wahlen. Präsident Marcel Maier und die übrigen Vorstandsmitglieder Sepp Raimann (Finanzen), Rocco Lavanga (Technischer Leiter), Patrick Forrer (Aktuar) und Patrick Eugster (Beisitzer) wurden wiedergewählt. Zumindest vorübergehend eine Änderung wird es dagegen beim AKFV-Vorbereitungsturnier geben. Weil der einzig mögliche Austragungstermin dieses Jahr der 1.August wäre, fällt das Turnier 2020 aus.