80 Unterschriften der Gemeinde übergeben: Tempo 30 im Walzenhauser Ortsteil Lachen gefordert

Einwohnerinnen und Einwohner fordern die Einführung einer Tempo-30-Zone in Lachen. Eine entsprechende Unterschriftensammlung wurde dem Gemeindepräsidenten Michael Litscher am Mittwochmorgen übergeben.

Astrid Zysset
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Walzenhausens Gemeindepräsident Michael Litscher (links) nimmt die Unterschriften von Falk Merz und Ruedi Tobler entgegen.

Walzenhausens Gemeindepräsident Michael Litscher (links) nimmt die Unterschriften von Falk Merz und Ruedi Tobler entgegen.

Bild: Astrid Zysset

Rund 80 Unterschriften wurden Michael Litscher, Gemeindepräsident von Walzenhausen, überreicht. Gesammelt hatten sie Ruedi Tobler und Falk Merz. Beide wohnen im Ortsteil Lachen. Und beide finden, dass dort eine Tempo-30-Zone eingeführt werden soll. Gemäss Tobler seien dort die Strassenverhältnisse besonders prekär. Der regelmässig durchgeführte «historische Bergsprint» hätte Walzenhausen bei den Motorsportfans bekannt gemacht. Heute würden viele Motorradfahrer die Strecke über Lachen nutzen – sehr zum Leidwesen der Anwohnerinnen und Anwohner. «Die älteren Bewohner stören sich am Lärm. Für die Familien stellen die rasanten Fahrten ein Sicherheitsrisiko dar», so Tobler.

Eineinhalb Monate sammelten Tobler und Falk Unterschriften. Mit den zusammen gekommenen 80 sind die beiden zufrieden. «Ich hatte zuerst mit 30 bis 40 gerechnet», erinnert sich Tobler. Aber die 30er-Zone scheine einem Bedürfnis zu entsprechen. Auch Litscher zeigte sich von der Anzahl der gesammelten Unterschriften beeindruckt und sprach von einem «starken Zeichen». Insgesamt wohnen 300 bis 400 Personen im Ortsteil Lachen.

Die Tempo-30-Zone soll im Ortsteil Lachen umgesetzt werden.

Die Tempo-30-Zone soll im Ortsteil Lachen umgesetzt werden.

Bild: Astrid Zysset

Kanton wird Anliegen prüfen

Vor ein paar Jahren gab es bereits einmal einen Vorstoss, Tempo 30 in Lachen einzuführen. Damals wurde die Geschwindigkeitsreduktion jedoch nicht realisiert. Mit Verweis, dass es sich um eine Kantonsstrasse handle, lehnten die verantwortlichen Stellen das Begehren ab. Ob es heute umgesetzt werden kann, konnte Litscher bei der Übergabe der Unterschriften noch nicht abschätzen. Der Kanton würde das Anliegen in den kommenden Monaten prüfen. Jener sei der «Schlussadressat», so der Gemeindepräsident weiter.

«Wir nehmen die Eingabe gerne entgegen. Einen entsprechenden Entscheid liegt aber nicht in der Kompetenz des Gemeinderates.»

Tobler und Merz haben den Weg über eine Eingabe bei der Gemeinde gewählt, da sie sich davon einen grösseren Erfolg versprechen. «Der Kanton geht nicht darauf ein, wenn die Gemeinde nicht dahinter steht», ist Tobler überzeugt. Er wünscht sich, dass die Gemeinde eine öffentliche Versammlung zusammen mit den Verantwortlichen des Kantons ansetzt, an welcher die wichtigsten Fragen erörtert werden können. Ob diese stattfinden wird und wie der zeitliche Horizont aussieht, bis erste Ergebnisse zu einer möglichen Tempo-30-Zone in Lachen vorliegen, ist derzeit noch offen.

Tempo 30 an verschiedenen Orten

Den Anstoss zur Unterschriftensammlung gab die Meldung der Gemeinde, dass sie das Projekt einer Tempo-30-Zone im Dorfzentrum genehmigt hat. Merz und Tobler begrüssen diese Ambition, würden sie aber gerne auch an anderen Orten umgesetzt sehen. Lachen sei erst der Anfang. Eine Tempodrosselung soll gemäss der beiden am besten auch im Umfeld von Schulhäusern wie auch Kindergärten (Güetli, Bild, Wilen) und dem Altersheim (Almendsberg) geprüft werden.