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70 Velos reisen im Container nach Kenia

Gestern wurden in Schwellbrunn die von Bäckersfrau Ida Steinemann gesammelten Hilfsgüter für eine Schule in Kenia verladen. René Schoch, Präsident der Herisauer Bertold-Suhner-Stiftung, hat den Transport der Güter organisiert. Er spricht über den aufwendigen und lehrreichen Prozess.
René Schoch Präsident der Bertold-Suhner-Stiftung, Herisau (Bild: mc)

René Schoch Präsident der Bertold-Suhner-Stiftung, Herisau (Bild: mc)

Gestern wurden in Schwellbrunn die von Bäckersfrau Ida Steinemann gesammelten Hilfsgüter für eine Schule in Kenia verladen. René Schoch, Präsident der Herisauer Bertold-Suhner-Stiftung, hat den Transport der Güter organisiert. Er spricht über den aufwendigen und lehrreichen Prozess.

René Schoch, wie kam es zu Ihrem Engagement für die Hilfsaktion?

Auf einer Velotour kehrte ich in der Bäckerei in Schwellbrunn ein. Beim Kaffee erfuhr ich von Ida Steinemanns Sammlung. Der Stiftungsrat der Bertold-Suhner-Stiftung entschied, die Transportkosten für die Jahre 2015 und 2016 zu übernehmen. Eine erste Lieferung wurde per Post versandt.

Weshalb wird die zweite Tranche im Container transportiert?

Ida wollte nebst Kleidern Velos sammeln, da die Schüler der St. Mary's Genesis Academy in Mombasa teils weite Schulwege haben. Es kamen rund 70 Velos zusammen. Einige davon hat die Johannes-Waldburger-Stiftung beigesteuert. Sie kaufte Velos bei Win-Velo. Dieser Betrieb der Stiftung Tosam hat die Velos instand gestellt. Für den Transport der Velos braucht es einen Container.

Füllen die Velos den Container?

Nein, er fasst rund 30 Kubikmeter. Nebst Velos wurden Kleider, Schuhe, Spielsachen, Bücher, Schreibzeug und ein Zelt gespendet. Letzteres dient in Kenia als Zwischenlager für die Hilfsgüter.

Welche Hürden galt es zu meistern?

Die Suche nach einem Spediteur gestaltete sich schwierig. Ich stand in Kontakt mit Transportunternehmen, Hilfswerken und der Kenianischen Botschaft in Deutschland. Der Transport läuft nun über eine Firma, die das Übergepäck für Flugpassagiere transportiert. Von privater Seite her hat das Projekt eindrückliche Solidarität erfahren: Die Schwellbrunner Transportfirma hat den Container gratis mit dem Kran abgeladen, die Kirchgemeinde duldete den Container fünf Tage vor dem Pfarrhaus, Private spendeten Verpackungsmaterial, drei Kollegen halfen beim Beladen.

Wie werden die Hilfsgüter verteilt?

Ida Steinemanns Schwester ist für die Verteilung verantwortlich. Ida und ihr Mann reisen im April nach Mombasa und sind dabei, wenn der Container am Hafen ausgelöst wird. (mc)

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