67 Kandidaten für elf Sitze

Nach Ablauf der Anmeldefrist für die Kantonsratswahlen 2016 ist klar: Um die 11 Sitze, die dem Wahlkreis Toggenburg zustehen, bewerben sich insgesamt 67 Kandidaten – darunter 10 Bisherige.

Serge Hediger
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Am 28. Februar 2016 wird der Kantonsrat gewählt – für die elf Toggenburger Sitze stellen sich 67 Personen zur Wahl. (Bild: Regina Kühne)

Am 28. Februar 2016 wird der Kantonsrat gewählt – für die elf Toggenburger Sitze stellen sich 67 Personen zur Wahl. (Bild: Regina Kühne)

TOGGENBURG. 4 SVP, 3 FDP, 3 CVP, 1 SP. So lautet seit den letzten Kantonsratswahlen im März 2012 die Zauberformel für das Toggenburg. Damals hatte die CVP ihren vierten Sitz verloren, nachdem das Toggenburg aufgrund der Einwohnerzahl einen Sitz im Kantonsrat ans Linthgebiet abtreten musste. Die Volkspartei ging vor vier Jahren mit 27,1 Prozent Wähleranteil erneut als stärkste Partei im Toggenburg hervor, es folgten die CVP mit 25,9 Prozent, die FDP mit 22 Prozent und die SP mit 13,3 Prozent.

Allein ein Rücktritt bei der FDP

So tritt die Volkspartei zu den Kantonsratswahlen am 28. Februar 2016 denn auch mit allen vier Bisherigen an: Linus Thalmann (Kirchberg), Christian Spoerlé (Ebnat-Kappel), Mirco Gerig (Unterwasser) und Ivan Louis (Nesslau) stellen sich der Wiederwahl. Auch die Christdemokraten haben Andreas Widmer (Mühlrüti), Karl Brändle (Bütschwil) und Pius Bürge (Mosnang) erneut nominiert, bei den Sozialdemokraten ist es der bisherige Christoph Thurnherr (Ulisbach). Einen Rücktritt zu verzeichnen haben allein die Liberalen: Imelda Stadler (Lütisburg) und Kilian Looser (Nesslau) stellen sich der Wiederwahl; Vreni Wild (Neckertal) indessen tritt nach drei Amtszeiten im nächsten Jahr nicht wieder an.

Neun Listen eingereicht

Während es vor vier Jahren 69 Kandidaten waren, die sich für die elf freien Sitze bewarben, so sind es diesmal 67 – auf insgesamt neun Listen (2012: zehn Listen). Neu dazugekommen ist die Evangelische Volkspartei (EVP), die sich 2016 mit der Eidgenössisch-Demokratischen Union eine Liste teilt. Die EDU hatte vor vier Jahren mit einem Wähleranteil von 2,2 Prozent abgeschlossen. Auch die Grünen – 2012 noch mit eigener Liste und 3,5 Prozent Stimmenanteil erfolgreich – haben den Zusammenschluss gesucht und finden sich auf einer gemeinsamen Liste mit den Sozialdemokraten und den Gewerkschaften. Unter dem Listennamen «Die Mitte BDP-JCVP» schliesslich haben sich die Bürgerlich-Demokratische Partei und die Junge CVP auf eine gemeinsame Liste geeinigt. Erneut mit eigener Liste dabei sind die Jungfreisinnigen, die Grünliberalen (Wähleranteil 2012: 2,5 Prozent) sowie die junge Generation der SVP.

Nur wenige Kandidatinnen

Mit einer vollen Liste (elf Kandidaten) treten SVP, CVP, und FDP an. Für SP, Grüne und Gewerkschaften gehen zehn Kandidaten an den Start, für die BDP-JCVP sind es sechs, bei GLP, Jungfreisinnigen und SVP Junge je fünf Kandidaten. EVP-EDU steigen mit drei Kandidaten ins Rennen. Auffallend ist der geringe Anteil an Kandidatinnen: gerade mal 16 Frauen (2012: 23) bewerben sich um einen Sitz im Kantonsrat. Einzig bei der FDP (sechs Frauen/fünf Männer) ist das Geschlechterverhältnis ausgewogen. Übrigens: Auf der Liste Nr. 1 «Die Mitte, CVP Toggenburg» finden sich mit Karl Brändle (Bütschwil), Toni Hässig (Oberhelfenschwil) und Mathias Müller (Lichtensteig) zwei Gemeindepräsidenten und ein Stadtpräsident; auf der Liste Nr. 3 «FDP.Die Liberalen Toggenburg – Hauptliste» sind es zwei Gemeindepräsidenten: Imelda Stadler (Lütisburg) und Kilian Looser (Nesslau). Und auf Liste Nr. 4 «SVP Toggenburg, Hauptliste» mit Christian Spoerlé (Ebnat-Kappel) ein Gemeindepräsident.

Kein Regierungsrat

Wie bereits 2012 finden die Regierungsratswahlen, die ebenfalls am 28. Februar 2016 durchgeführt werden, ohne Toggenburger Beteiligung statt. Zu einer Kandidatur aus dem Thurtal war es letztmals 2008 gekommen: Vor acht Jahren hatte sich der damalige Nesslauer Gemeindepräsident Rolf Huber als Parteiloser erfolglos um einen Sitz in der Regierung beworben.

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