50 Prozent werden rezykliert

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Analyse Über die ganze Pilotphase wurde je nach Sortierverfahren eine Recyclingquote (Anteil der gesammelten Menge, die stofflich verwertet wird) von rund 50 Prozent erreicht. Etwa die Hälfte des Kunststoffs konnte somit in der Schweiz oder europäischen Ländern dem Recycling zugeführt und stofflich wiederverwertet werden. Die nicht recyclierbaren Kunststoffe – zum Beispiel Verbundkunststoff wie Fleischverpackungen – wurden energetisch verwertet.

Das Bundesamt für Umwelt hat das Ziel gesetzt, dass Kunststoffsammlungen eine Recyclingquote von 70 Prozent erreichen sollen. Während der Zeitdauer des Pilotprojekts wurde die Recyclingquote stetig verbessert. «Das Ziel setzt sehr hohe Anforderungen an die technische Verarbeitung, die heute noch nicht umgesetzt, längerfristig jedoch erreicht werden kann», sagt Urs Corradini, Geschäftsleitungsmitglied des ZAB.

Das KUH-Bag System sei im Vergleich zu einer gemischten Entsorgung im Kehricht die ökologischere Entsorgungsvariante. Bezogen auf die von der Entsorgung von Siedlungsabfällen verursachten CO2-Emissionen habe die separate Verwertung von Kunststoffen Bedeutung. Der stofflich nicht verwertbare Anteil werde energetisch genutzt und ersetze in der Zementindustrie Braunkohle oder in Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA) fossile Energien wie Gas oder Öl, indem Fernwärmenetze betrieben würden. Der ZAB in Bazenheid hat sich im Laufe der Jahrzehnte von der Kehrichtverbrennungsanlage zu einem vielfältigen Energiepark gewandelt. (hs)