400-Jahr-Gedenken der Pestzeit in Mosnang

Vor 100 Jahren 28. Juli: Wattwil. Im Gurtberg werden Anstrengungen gemacht, das elektrische Licht einzuführen. Da zwei Hochspannungsleitungen durch diese Gegend führen, dürfte sich das Projekt eher verwirklichen.

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Vor 100 Jahren

28. Juli: Wattwil. Im Gurtberg werden Anstrengungen gemacht, das elektrische Licht einzuführen. Da zwei Hochspannungsleitungen durch diese Gegend führen, dürfte sich das Projekt eher verwirklichen.

In Brunnadern-Spreitenbach ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Die für Verschleppung gefährlichen Wege sind gesperrt worden.

31. Juli: Wattwil. Wie uns mitgeteilt wird, wurde Mittwoch abend 11 Uhr am südwestlichen Himmel ein Meteor beobachtet, das eine solche Lichtstärke ausstrahlte, dass die ganze Gegend für einige Sekunden taghell erleuchtet wurde. Die gleiche Beobachtung wurde auch in anderen Gegenden gemacht und handelt es sich wahrscheinlich um ein Vorbote der – laut meteorologischen Berechnungen – im August auftretenden Sternschnuppen.

Vor 50 Jahren

26. Juli: Ebnat-Kappel. Ein neues Schwimmbad. Da die heutige Anlage des Schwimmbades den Anforderungen einfach nicht mehr gewachsen ist, wird ein Neubau immer dringender. Nach einem Wettbewerb unter den hiesigen Architekten wurde H. Riederer vom Gemeinderat mit der Ausarbeitung eines Bauprojektes beauftragt. Gewisse Vorarbeiten sind nun abgeschlossen und die sich ergebenden Fragen werden vom Gemeinderat geprüft.

26. Juli: Unteres Toggenburg. Mosnang rüstet sich zum 400-Jahr Gedenken der Pestzeit. Die Vorbereitungen für das Schauspiel «Der schwarze Tod» sind in vollem Gange. Eine bewährte Spielerschar probt bereits seit Monaten, um aus dem Schauspiel des 1930 verstorbenen Libinger Lehrers Emil Stieger das beste herauszuholen. Auch Radio und Fernsehen werden das 400-Jahr-Gedenken würdigen. Sonntag, den 15. August um 18.30 Uhr, wird UKW 2 in der Sendung «Blick ins Land» von der Mosnanger Pestzeit und der kommenden Feier berichten.

Vor 20 Jahren

28. Juli: Schwägalp. Vor 60 Jahren ist die Luftseilbahn auf den 2502 Meter hohen Säntisgipfel in Betrieb genommen worden. Wie aus den Akten hervorgeht, war die Bauzeit der Bahn nicht gerade von gutem Wetter begünstigt. Zudem war der Winter 1934/35 sehr lang und hart. Auf der Schwägalp verschwanden alle Baracken im Schnee und erst spät konnte mit den Grab- und Betonierungsarbeiten begonnen werden. Auch die Beschaffung der Arbeitskräfte, speziell für den Säntis, war ein schwieriges Unterfangen. Obwohl es in jener Krisenzeit sehr viele Arbeitslose gab, eigneten sich nur wenige für das rauhe Hochgebirgsklima mit seinen extremen Witterungsverhältnissen. Am 12. Februar 1934 traf die Hilfsseilbahn in Urnäsch ein. Sie musste durch tiefen Schnee zur Schwägalp transportiert werden. Gleichzeitig drang eine Mannschaft mit Skiern von Unterwasser zur Tierwies vor und transportierte das Drahtseil für die Montagebahn auf den Gipfel. In tollkühner Kletterei über Eis und Felswände brachte der Toggenburger Zwingli das Seil in die Schwägalp hinunter, womit die Voraussetzungen für den eigentlichen Bahnbau unter Leitung des Küsnachter ETH-Ingenieurs Arthur Weidmann gegeben waren Er führte den Bau fristgerecht zu Ende. Am 18. Juni 1935 konnte der Verwaltungsrat seine erste Fahrt auf den Säntis unternehmen, und am 31. Juli, um 14 Uhr, wurde die Bahn der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Vor 10 Jahren

26. Juli: Toggenburg. Geologisches Wunderwerk. Seit einigen Jahren wird die Höhlenforschung in den Churfirsten wieder intensiver betrieben und manchmal auch Laienexkursionen durchgeführt. Dass die drei Höhlenforscher Urs Geyer, Tobias Wunderli und Walti Birgel Touristen in eine der Höhlen im Selungebiet führen, ist eine Ausnahme. Die Toggenburger Höhlenforscher haben kein Interesse, die Höhlen im Karstgebiet der Churfirsten für Abenteuertouristen bekannt zu machen. Da muss man schon bereit sein, ein Studienwochenende zu buchen. Auf über sechs Kilometer erstreckt sich das gesamte Seluner Höhlensystem.

27. Juli: Toggenburg. Feuerbrand: Vernichtende Aussichten. Einzelne Toggenburger Gemeinden mussten gegen die gefährliche Bakterienkrankheit einschreiten. Die Krankheit bedeutet auch für viele jahrzehntealte Hochstamm-Obstbäume das Ende.

30. Juli: Bütschwil. Das Hallenbad eröffnet die Saison mit einem komplett erneuerten Eingangsbereich. Modern, elegant, hell und geräumig – der Eingangsbereich des Hallenbades präsentiert sich nach dem Umbau um einiges kundenfreundlicher. Auch im Restaurant hat sich einiges verändert. Es nicht mehr verpachtet, sondern das Baditeam führt es in Eigenregie.