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4,6 Millionen für neue Kanzlei - Urnäschs Verwaltung braucht zeitgemässeres Zuhause

Das bald 400-jährige und geschützte Gebäude, in dem die Urnäscher Gemeindeverwaltung untergebracht ist, genügt den Ansprüchen nicht mehr. Nun soll es abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.
Roger Fuchs
Die neue Urnäscher Kanzlei soll, wie es das Modell zeigt, als traditioneller Holzständerbau realisiert werden. (Bild: APZ)

Die neue Urnäscher Kanzlei soll, wie es das Modell zeigt, als traditioneller Holzständerbau realisiert werden. (Bild: APZ)

Vom Gemeinderat in Auftrag gegebene Studien von drei Fachexperten kommen zum Schluss, dass eine Renovation des Hauses an der Dorfstrasse 1 in Urnäsch keinen Sinn macht – zu gross seinen die statischen und baulichen Mängel. Und so soll es für die im Haus untergebrachte Gemeindekanzlei einen Neubau geben. Gemäss Gemeindepräsident Peter Kürsteiner trägt die kantonale Denkmalpflege die Pläne mit. Fredi Altherr von der Denkmalpflege bestätigt dies. Von aussen und aus der Distanz betrachtet handle es sich beim entsprechenden Objekt zwar um ein hochkarätiges Haus, doch leider hätten die Vorfahren bei Umbauten und Renovationen nicht immer nach den Regeln der Baukunst gehandelt. Konkret spricht Altherr von Deckenauflagen, welche diesen Begriff nicht verdienen würden oder auch der Tatsache, dass unter der Fassadenverkleidung vieles morsch sei. Folglich hat die Denkmalpflege eingewilligt, dieses im kantonalen Schutzzonenplan als Teil der Ortsbildschutzzone eingetragene Haus abzureissen.

Die Kosten für den Abbruch und Neubau inklusive Mobiliar betragen 4,6 Millionen Franken. Am 17. März entscheiden die Stimmberechtigten an der Urne über den vom Gemeinderat beantragten Kredit. Bei einem Ja erfolgen anschliessend Baueingabe und Detailplanung, damit im Juni 2020 mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Im Frühjahr 2022 soll die neue Gemeindekanzlei bezogen werden können. Gemeindepräsident Peter Kürsteiner hofft fest, dass alles rund läuft:

«Das heutige Gebäude entspricht in keiner Weise mehr den Anforderungen an eine zweckmässige Verwaltung».

Was ursprünglich als Wohnhaus gebaut wurde, sei in den vergangenen 300 Jahren mehrfach verändert worden. Für die Bauzeit würde die Verwaltung gemäss Kürsteiner an den Bahnweg 4 und 6 umziehen. Dort stünden Büroräume der Biasotto AG leer.

Gleichzeitig ein Wohnhaus realisieren

Im Zusammenhang mit dem Neubau der Gemeindekanzlei befasste sich der Gemeinderat auch mit einer Nutzung der unmittelbaren Umgebung der Gemeindehaus-Liegenschaft. Er kam zum Schluss, dass gleichzeitig mit dem Kanzleineubau südlich der Kanzlei auf dem Grundstück der Gemeinde, ein neues privates Wohnhaus mit sieben Wohnungen durch einen privaten Investor gebaut werden soll. Dies würde Synergien ermöglichen, insbesondere bei der Erschliessung, der gemeinsamen Tiefgarage und der Baustelleneinrichtung. Aus einem Studienauftrag für den Neubau der Gemeindekanzlei samt privatem Wohnhaus ging schliesslich das Architekturbüro Staufer & Hasler AG aus Frauenfeld als Gewinner hervor. Einen definitiven Investor für das Wohnhaus gibt es noch nicht, konkrete Gespräche würden jedoch laufen, so Peter Kürsteiner.

Das Gebäude der neuen Gemeindekanzlei soll als traditioneller Holzständerbau mit Holzböden und Holzfassaden mit möglichst viel Holz aus Urnäscher Wäldern erstellt werden.

Öffentliche Besichtigung

Um den Stimmberechtigten im Vorfeld der Kreditabstimmung Gelegenheit zu bieten, sich im Detail über das Vorhaben Abbruch und Neubau der Gemeindekanzlei zu informieren, lädt der Gemeinderat zur Besichtigung der alten Kanzlei und zur einer Orientierungsversammlung ein: Die Kanzlei steht am Mittwoch, 27. Februar, von 18.30 bis 19.45 Uhr zur freien Besichtigung offen. Anschliessend findet um 20 Uhr in der Schulanlage Au die öffentliche Orientierungsversammlung statt.

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