3500 Franken für das Juko-Lager

Die Appenzeller Turnerinnen und Turner 50plus hielten am Samstag ihre Tagung ab. An der Versammlung dieser Nachwuchsgönnervereinigung nahm ein 91-Jähriger teil.

Lukas Pfiffner
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Der älteste Anwesende, Willi Signer aus Heiden, wird geehrt. (Bild: pf)

Der älteste Anwesende, Willi Signer aus Heiden, wird geehrt. (Bild: pf)

TURNEN. Der Antrag des Vorstandes war unbestritten: 3500 Franken überweist die Vereinigung ATT 50plus in diesem Jahr an den Appenzellischen Kantonalturnverband. Mit diesem Betrag unterstützen die Appenzeller Turnerinnen und Turner über 50 Jahre wiederum das Sommerlager, das die Jugendkommission (Juko) durchführen wird.

Ein Fünftel über 80 Jahre

Fast 130 Personen nahmen vorgestern nachmittag an der dritten Jahrestagung im Gemeindesaal Bühler teil. Im vergangenen Jahr schlossen sich 25 Personen neu der Vereinigung an. Nach Auskunft von Präsident Peter Hipp sind von den 452 ATT-50plus-Mitgliedern deren 88 über 80 Jahre alt. Das älteste Mitglied ist der Herisauer Fritz Rüfenacht mit 92 Jahren. Der älteste Versammlungsteilnehmer war Willi Signer aus Heiden. Er feierte am 17. Februar den 91. Geburtstag.

Vorstand unverändert

Die Jahresrechnung schloss mit einem Gewinn von rund 700 Franken. Der Mitgliederbeitrag bleibt bei 15 Franken. Der Vorstand erfuhr keine Änderungen. Nebst Peter Hipp gehören diesem Margrit Oertle, Emil Walser, Reto Rohner, Kurt Schläpfer und Elsbeth Kast an. Bühlers Gemeindepräsidentin Ingeborg Schmid freute sich, dass die Versammlung in ihrer Gemeinde abgehalten wurde. «Wir haben in Bühler einen respektablen Höhenunterschied zwischen dem Dorf und der Hohen Buche. Aber das wäre für Sie als Turner sicher kein Problem…» Es sei ja bekannt, dass Turnen den Geist und den Körper fit halte. Vieles im Bereich Sport lasse sich heute zwar in Fitnesszentren holen, meinte sie. «Aber das Kameradschaftliche nicht. Und dieses ist nach wie vor wichtig für die Gesellschaft.» Die Vereinigung unterstütze die Jungen mit ihrem wertvollen Beitrag. «Und Sie haben bestimmt gekämpft für Turn- und Sportanlagen», richtete Ingeborg Schmid einen Dank an die Mitglieder. «Ich weiss noch, wie ich in der 3. Klasse die neue Turnhalle als Wunderding erlebt habe, und ich bewunderte meinen Vater, der auf den Händen laufen konnte.»

An der Tagung konnte keine Vertretung des Appenzellischen Turnverbandes ATV teilnehmen: Dessen Vorstand um Präsident Bruno Eisenhut hielt sich am Samstag an der Abgeordnetenversammlung des Schweizerischen Turnverbandes auf. Anita Rüeger überbrachte die Grussworte der Vereinigung Schweizerische Turnveteranen und -veteraninnen. Sie verdankte die langjährigen Verdienste der Anwesenden und ihr finanzielles Engagement. «Sie sehen sich ja wohl nicht mehr so oft.» Deshalb wünsche sie im geselligen Teil der Tagung viel Spass unter dem Motto «Weisch no?»