26 Jahre Wasserwart

Wie kamen Sie zum Amt des Wasserwartes? Man hat mich angefragt. Und ich fand damals, es lasse sich mit meinem Beruf gut vereinbaren. Von der Tätigkeit her hat es Ähnlichkeiten mit dem Metallbau und der Schlosserei, meinen Berufsfeldern.

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Walter Nef Abtretender Wasserwart

Walter Nef Abtretender Wasserwart

Wie kamen Sie zum Amt des Wasserwartes?

Man hat mich angefragt. Und ich fand damals, es lasse sich mit meinem Beruf gut vereinbaren. Von der Tätigkeit her hat es Ähnlichkeiten mit dem Metallbau und der Schlosserei, meinen Berufsfeldern.

Was war der Höhepunkt in Ihren 26 Jahren als Wasserwart?

Am Anfang der Tätigkeit gab es viel häufiger Alarme als heute. Einmal habe ich eine ganze Nacht einen Leitungsbruch gesucht. Bei einem 40-Kilometer-Netz ist das nicht ganz einfach. Da musste ich jeweils durch Tobel und Bäche, alles zu Fuss. Aber es gab noch einen weiteren Höhepunkt zusammen mit meinem Stellvertreter Jakob Büchler.

Erzählen Sie, bitte.

Der Alarm läutete an einem Samstagabend um 17 Uhr: Leitungsbruch in einer Hauptleitung. Zusammen haben wir die Leute orientiert. Auch die Feuerwehr, die ja wissen muss, wo sie gerade kein Wasser zum Löschen bekommt. Wir haben einen Bagger aufgetrieben, und schon um 22.30 Uhr floss das Wasser wieder.

Sind Sie froh, Ihrem Sohn Simon das Amt übergeben zu können?

Da er schon viel mit mir unterwegs war, kennt er die Tätigkeit ziemlich gut, und er interessiert sich auch dafür. Ich bin froh, dass der Übergang fliessend ist. Die Verantwortung liegt nun bei ihm, ich werde ihn aber weiterhin im Hintergrund unterstützen. (seb)