18 Einwohner mehr für Hemberg

BÄCHLI. Als eine der wenigen Toggenburger Gemeinden weist Hemberg ein Plus von 18 Einwohnerinnen und Einwohnern auf. Ausserdem informierte Gemeindepräsident Walter Fischbacher an der Vorgemeinde über die Liquidation des Finanzinstituts.

Katharina Rutz
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Hemberg kann sich über Einwohner-Zuwachs im Jahr 2010 freuen.

Hemberg kann sich über Einwohner-Zuwachs im Jahr 2010 freuen.

Bis vor zehn Jahren hatte Hemberg eine gemeindeeigene Bank. An der Bürgerversammlung 2001 wurde die Übergabe der Aktiven und Passiven der Ersparniskasse Hemberg (EHK) an die Raiffeisenbank Hemberg rückwirkend per 1. Januar 2001 beschlossen. Die Liquidierung des Finanzinstituts sollte zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Dieser ist nun gekommen. Gemäss Geschäftsübernahmevertrag von 2001 beurteilte die Raiffeisenbank drei Hypotheken anders als der Verwaltungsrat der EKH und der Gemeinderat von Hemberg. Letztere waren der Ansicht, dass diese Hypothekarschuldner durchaus das Vertrauen verdienten. Die drei Posten machten einen Betrag von fast 1,2 Millionen Franken aus. Im Laufe der Jahre wurden nun beinahe alle Hypothekarforderungen zurückbezahlt. Seit dem Jahr 2004 konnte zudem bereits 124 000 Franken Gewinn an die Gemeinde abgeliefert werden. Die allgemeinen Reserven betragen per Ende 2010 eine halbe Million Franken.

Erlös zugunsten Altersheim

Der Gemeinderat schlägt der Bürgerversammlung vom nächsten Mittwoch vor, die EKH aufzulösen und bis spätestens 31. Dezember 2012 zu liquidieren. Der Erlös sei vollumfänglich für zusätzliche Abschreibungen beim Neubau des Alters- und Pflegeheimes Brunnadern zu verwenden, heisst es im Antrag des Gemeinderates. Die Liquidation erfolgt im Zusammenhang mit der neuen Gemeindeordnung, über die die Bürgerversammlung ebenfalls abstimmen wird.

Neue Gemeindeordnung

Das neue kantonale Gemeindegesetz sieht auch eine Anpassung der heute geltenden Gemeindeordnung vor. Neu geregelt werden Finanzbefugnisse der Gemeinde. Zudem werden mit dem Volksvorschlag und der Volksmotion neue Rechte für die Bürgerinnen und Bürger eingeführt. Walter Fischbacher informierte auch über die Diskussion innerhalb des Rates, das Gremium von sieben auf fünf Mitglieder zu verkleinern. Der Gemeinderat sieht aber davon ab, um die Arbeitsbelastung der einzelnen Mitglieder tief zu halten.

Die laufende Rechnung der Gemeinde Hemberg schliesst besser ab als budgetiert. Insgesamt beträgt die Besserstellung 370 000 Franken. Dazu trägt die Primarschule 92 000 Franken und die Oberstufe oberes Neckertal 85 000 Franken bei. Nach der Rückzahlung für den Sonderlastenausgleich von 305 900 Franken an den Kanton St. Gallen bleibt immer noch ein Ertragsüberschuss von 64 000 Franken.

Der Steuerfuss wird auf 148 Prozent belassen. Ausserdem konnten durch verkaufte Liegenschaften Buchgewinne in der Höhe von über 1,5 Millionen Franken erzielt werden. Diese verwendet die Gemeinde Hemberg für zusätzliche Abschreibungen. Die Verschuldung der Gemeinde kann so von 2,9 Millionen Franken im 2009 auf unter 1,3 Millionen Franken im Jahr 2010 verringert werden.

Schliesslich konnte Gemeindepräsident Walter Fischbacher sich rühmen, dass Hemberg zu den ganz wenigen Toggenburger Gemeinden gehört, die einen Anstieg der Einwohnerzahlen vermelden können. Lebten Ende 2009 918 Personen in Hemberg sind dies per 31. Dezember 2010 936 Personen.