15 Eidgenossen starten in Wattwil

Die Appenzeller Schwinger haben am Nordostschweizer Verbandsfest Chancen auf Kranzgewinne. Am zweiten Teilverbandsfest der Saison testen die Schwinger ihre Form hinsichtlich des Eidgenössischen.

Thomas Mock
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Der Gaiser Raphael Zwyssig will an die Leistungen vom Schwarzsee (hier beim gestellten Gang gegen Willy Graber) anknüpfen. (Bild: Lorenz Reifler)

Der Gaiser Raphael Zwyssig will an die Leistungen vom Schwarzsee (hier beim gestellten Gang gegen Willy Graber) anknüpfen. (Bild: Lorenz Reifler)

SCHWINGEN. Morgen Sonntag findet in der Wattwiler Grüenau-Arena das zweite Teilverbandsfest der Saison statt. Das Anschwingen ist auf 8.15 Uhr angesetzt. Der Gaiser Michael Bless trifft im ersten Gang auf Nick Alpiger. In einer weiteren Spitzenpaarung greift Raphael Zwyssig zum Auftakt mit Mario Schneider zusammen. Das 121. Nordostschweizerische ist für viele Ostschweizer Schwinger ein bedeutender Wegweiser Richtung Eidgenössisches in Estavayer.

Unbequeme Gegner

Es ist zu erwarten, dass die Ostschweizer im Stande sind, den Festsieg in den eigenen Reihen zu behalten. Mit den starken Gästen um die Eidgenossen Simon Anderegg, Bernhard Kämpf, Christoph Bieri, Benji von Ah und Andy Imhof lässt sich die Konkurrenz aber sehen. Insbesondere der in letzter Zeit stark aufschwingende Berner Oberländer Kämpf könnte für die Ostschweizer zum Stolperstein werden. Mit seiner konsequenten und erfolgsbringenden Bodenarbeit gelangen ihm mehrere Siege gegen unbequeme Gegner. Die Ostschweizer werden angeführt von den Eidgenossen Arnold Forrer und Daniel Bösch. Forrer bekundet allerdings Leistenbeschwerden.

Giger weiter fraglich

Ungewiss ist die Teilnahme des Appenzeller beziehungsweise Thurgauer Jungtalentes Sämi Giger. Eine wiederkehrende Schulterverletzung liess einen Wettkampf am Schwarzsee-Bergklassiker nicht zu. Der diesjährige Ostschweizer Seriensieger aus dem Bündnerland, Armon Orlik, wird sich in Wattwil gegen die starken Gäste stellen und versuchen, seinen ersten Teilverbandsfestsieg einzufahren.

Appenzeller in Lauerstellung

Die Appenzeller starten wie gewohnt mit einer starken und kompakten Mannschaft. Dass der Festsieg möglich ist, hat der Gaiser Marcel Kuster letzte Saison gezeigt. Erst die unglückliche Niederlage im Schlussgang verwehrte ihm seinen ersten Kranzfestsieg. Und mit Michael Bless steht ein Appenzeller im Ring, der mit seinem Sieg am Bern-Jurassischen Gauverbandsfest die Berner Elite düpiert hat. Ebenso hinterlassen die weiteren Appenzeller einen starken Eindruck. Raphael Zwyssig reüssierte am vergangenen Wochenende gar als einziger Appenzeller Kranzgewinner am Schwarzsee-Schwinget in Plaffeien.

Neue Kranzschwinger?

Abgesehen von den routinierten Schwingern, die immer wieder mit wohlverdientem Eichenlaub nach Hause zurückkehren können, darf auch einmal die jüngere Mannschaft hervorgehoben werden. Insbesondere sind mit Martin Roth, Urs Giger und Naim Fejzaj Schwinger dabei, die sich mit ihrer bisherigen Saisonleistung in eine ausgezeichnete Position um die Plätze nach Estavayer eingebracht haben. Nachdem sich letztes Jahr Dominik Schmid in die Gilde der Teilverbandskranzer gekämpft hat, wäre es erfreulich, wenn wiederum einem Appenzeller diese Ehre zuteil würde.