15 abwesende Kantonsräte

Was am vergangenen Dienstagabend, 1. März, im St. Galler Kantonsparlament geschehen ist, kann man nicht einmal unter dem Titel «Schildbürgerstreich» abhandeln. Die NZZ beschreibt am 2. März die Gründe als Neid, Frust und Nachlässigkeit.

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Was am vergangenen Dienstagabend, 1. März, im St. Galler Kantonsparlament geschehen ist, kann man nicht einmal unter dem Titel «Schildbürgerstreich» abhandeln. Die NZZ beschreibt am 2. März die Gründe als Neid, Frust und Nachlässigkeit. Haben wir ein neues Kantonsparlament gewählt, das sich solche niedrige Emotionen erlauben darf?

Das Abwesendsein an der Schlussabstimmung für das Klanghaus Toggenburg ist ein ganz schlechter Stil von den vom Volk gewählten Abgeordneten. Unter www.ratsinfo.sg, Session, Geschäft 35.15.01 ist öffentlich ersichtlich, wie sich die Kantonsräte im Auftrag des Volkes verhalten haben. Sie haben verhindert, dass das Volk darüber abstimmen kann, ob sie einen Leuchtturm wie das Klanghaus Toggenburg haben wollen oder nicht. Aber genau von solchen Kantonsräten wird die direkte Demokratie und das Mitbestimmen aus dem Volk hoch auf die Fahne gesteckt und mit starken Worten auf die Plakate gekleckst.

Das Volk sind wir. Und wir dürfen uns das nicht bieten lassen. Die Organisatoren aus dem Toggenburg müssen jetzt eine Volksinitiative starten.

Dann müssen sich die Nein-Stimmer, die Meinungslosen und die Abwesenden aus dem Kantonsrat nicht mehr um ein geniales Kulturprojekt kümmern.

Maja Meyer-Böhm,

Sonnmatt 41, 9122 Mogelsberg