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Die Heimat rund um den Säntis

Das 13. Kulturfenster thematisiert die Verbundenheit der Menschen mit dem Appenzellerland und Toggenburg.
Natascha Arsic
Flamencotänzerin Bettina Castaño ist im Appenzellerland und Südspanien zu Hause. (Bild: Michel Canonica)

Flamencotänzerin Bettina Castaño ist im Appenzellerland und Südspanien zu Hause. (Bild: Michel Canonica)

Für jeden von uns bedeutet Heimat etwas anderes. Für die einen ist es das eigene Haus mit Garten. Für die anderen ist Heimat ein ganzes Land. Um dieses Thema dreht sich am Samstag, 9. November, das 13. Kulturfenster auf dem Säntis. Organisiert wird der Anlass vom Verein Kultur am Säntis.

Drei Referenten, zwei Musiker, eine Tänzerin sowie Podiumsteilnehmer beschäftigen sich einen Tag lang mit «Heimat – Wurzeln, Verbundenheit, Tradition, Werte, Identität und Brauchtum». Den Anfang nach der Begrüssung durch den Vereinspräsidenten Daniel Bösch macht Peter Witschi, ehemaliger Ausserrhoder Staatsarchivar. Er hat ein Buch über Appenzeller in aller Welt geschrieben und erzählt die Geschichten und Lebensschicksale von Menschen, die aus dem Appenzellerland ausgewandert sind. «Heute reden wir in der Schweiz von einem Migrationsproblem. Früher war es so, dass die Leute gegangen sind, weil sie sich hier keine Existenz aufbauen konnten», sagt Bösch.

Volksmusik mit Einflüssen aus dem Ausland

Der Musikethnologe Dieter Ringli hat sich mit der Geschichte der Schweizer Volksmusik auseinandergesetzt. Barbara Kamm, Vorstandsmitglied des Vereins Kultur am Säntis, sagt:

«Er wird aufzeigen, dass das, was wir als typisch appenzellisch oder toggenburgisch bezeichnen, Einflüsse aus dem Ausland hat.»

Betreffend Musik und Heimat werden die Musiker Josef Rempfler vom Appenzeller Echo und Katharina Weissenbacher vom Segantini Trio zum Kurzinterview gebeten. Letztere stammt aus Österreich, unterrichtet aber seit Jahren an der Musikschule Appenzell. Zusammen mit der Teufner Flamencotänzerin Bettina Castaño findet eine Appenzeller Stobete statt.

Lukas Niederberger, Geschäftsleiter der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft, beschäftigt sich mit der Frage «Was ist Heimat?» sowie mit den verschiedenen Aspekten des Begriffs. «Den Abschluss des Tages bildet eine Podiumsdiskussion mit Überraschungsgästen», verrät Kamm.

Auch andere Bereiche unter die Lupe nehmen

Das Motto für die Veranstaltung wurde laut Daniel Bösch bereits vor einem Jahr festgelegt. Der Verein habe sich früher sehr stark mit der Volkskultur der drei Regionen Appenzell Ausserrhoden, Innerrhoden und Toggenburg auseinandergesetzt. Seit einigen Jahren werden auch andere Bereiche unter die Lupe genommen.

«Das Thema Heimat passt gut, da es derzeit wieder hochaktuell ist. Jeder spricht davon. Wir möchten uns tiefgründig und kritisch damit auseinandersetzten.» Heimat werde teilweise sehr simpel dargestellt mit Tracht, Fondue und Volksmusik. Für die Vereinsmitglieder sei die Sache aber komplexer. Bösch sagt:

«Heimat ist einer ständigen Veränderung unterworfen.»

Deshalb sollen den 100 bis 120 Zuhörerinnen und Zuhörern die diversen Einflüsse auf die Schweiz aufgezeigt und so deren Horizont etwas erweitert werden. Der Vereinspräsident verbindet Heimat mit seinen Wurzeln, seinem Umfeld und dem Ort, wo er sich wohl und geerdet fühlt. «Dieser kann sich mit einem Umzug natürlich ändern.» Ihm sei wichtig, zu wissen, wo er zu Hause ist, denn das gebe ihm Ruhe und Kraft. Er ist der Meinung, dass man keine Angst vor dem Fremden haben muss, wenn man seine Wurzeln kennt.

Hinweis: Das Kulturfenster findet am Samstag, 9. November, ab 9 Uhr auf dem Säntis statt. Anmeldungen über die Vereinshomepage: www.kulturamsaentis.ch.

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