1,2 Millionen für Mesmerhaus

Die Kirchenrenovation prägte 2012 das Geschehen in der Kirchgemeinde Brülisau. An der Versammlung vom Freitag wurde einem neuerlichen Bauvorhaben zugestimmt: Abbruch, Landkauf und Neubau erfordern einen Kredit.

Lukas Pfiffner
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Der Mesmerhaus-Neubau beanspruchte an der Kirchenversammlung einige Zeit und auch Platz. (Bild: pf)

Der Mesmerhaus-Neubau beanspruchte an der Kirchenversammlung einige Zeit und auch Platz. (Bild: pf)

BRÜLISAU. Das baufällige und leerstehende Mesmerhaus, das seit 1860 im Besitz der katholischen Kirchgemeinde Brülisau ist, nahm an der Kirchenversammlung vom Freitag im Mehrzweckgebäude einigen Informationsraum ein. «Wir prüften eine Sanierung», berichtete Kirchenpräsident Jonny Dörig. «Aber sogar mit Investitionen von 700 000 Franken wäre ein wenig zukunftsgerichtetes Projekt mit nur einer Wohnung entstanden, die den heutigen Anforderungen nicht entspricht.» Deshalb habe der Kirchenrat eine Firma mit der Ausarbeitung eines Neubau-Projekts beauftragt.

650 Quadratmeter Land gekauft

Vorgesehen sind nun zwei Mietwohnungen und zwei Garagen. Dabei soll das heutige Erscheinungsbild weitgehend erhalten bleiben. Die Versammlung, die das Modell einsehen konnte, stimmte mit wenigen Gegenstimmen dem Kredit von 1,2 Millionen Franken zu. Darin enthalten ist der Erwerb von 650 Quadratmetern Land für 200 000 Franken. Das Haus hätte ansonsten keinen Umschwung. Der Jahresaufwand für die Kirchgemeinde betrage in den ersten zehn Jahren etwa 3000 Franken, sagte Dörig. Nachher gehen die Verantwortlichen von einem «Nullsummenspiel» aus.

Eine Tonne Farbe

Der Kirchenratspräsident war vor diesem Traktandum auf einige Anlässe eingegangen und hatte auf ein dominierendes Thema des vergangenen Jahres zurückgeblickt – die Renovation der Kirche. Nach Abzug von Beiträgen und Beteiligungen der Denkmalpflege und Organisationen werden die Nettokosten für die Kirchgemeinde rund 265 000 Franken betragen. Der Aufwand habe sich gelohnt, meinte Dörig. «Wir haben nun auch von aussen wieder eine schöne Kirche. Sie hat zudem an Gewicht gewonnen.» Rund eine Tonne Farbe sei angebracht worden. Entgegen der ursprünglichen Absicht wurden auch die Uhr und das Zifferblatt renoviert.

Der Jahresrechnung mit Einnahmen von rund 211 000 Franken und Ausgaben von rund 209 000 Franken wurde zugestimmt. Der Steuersatz bleibt bei 20%. Im Kirchenrat gab es keine Wechsel. Ohne Diskussion und Gegenstimme war die Versammlung für eine Verwaltungsvereinbarung zur Seelsorgeeinheit Appenzell. Auch ein Übereinkommen betreffend Regelung der Beitragsleistungen an die Aufwendungen des Bistums St. Gallen wurde angenommen.