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1000mal Ja zur Fusion

An der 110. Generalversammlung der Raiffeisenbank Heiden stimmen die Genossenschafter dem Zusammenschluss mit der Raiffeisenbank Eggersriet-Grub zu. Es werden zwei Verwaltungsräte gewählt. Die Geschäfte laufen ausgezeichnet.
Monika Egli
Freuen sich, dass die Fusion so deutlich gutgeheissen wurde: Heinz Zingg, VR-Präsident, Andreas Schmalz, Mitglied der neu fünfköpfigen Bankleitung, die beiden neuen Verwaltungsräte Beat Bischof und Markus Storchenegger sowie Jürg Baumgartner, Vorsitzender der Bankleitung. (Bild: eg)

Freuen sich, dass die Fusion so deutlich gutgeheissen wurde: Heinz Zingg, VR-Präsident, Andreas Schmalz, Mitglied der neu fünfköpfigen Bankleitung, die beiden neuen Verwaltungsräte Beat Bischof und Markus Storchenegger sowie Jürg Baumgartner, Vorsitzender der Bankleitung. (Bild: eg)

HEIDEN. Zwei Farben beherrschten die GV der Raiffeisenbank Heiden am Freitagabend: Rot und Gelb. Rot war der ausgerollte Teppich vor dem Schulhaus Wies, rot das Logo der Bank, und die mitarbeitenden Bankangestellten trugen rote Shirts. Gelb waren die Stimmkarten: Ein ums andere Mal wurden sie von den 788 anwesenden Genossenschafterinnen und Genossenschaftern in die Luft gestreckt. Denn bis auf einen passierten alle Anträge des Verwaltungsrats einstimmig. Ähnlich dürfte das Bild in Speicher gewesen sein, wo im Buchensaal 223 Genossenschafter die GV via Satellitenübertragung mitbestimmten.

Mitgift netto 5,9 Millionen

Haupttraktandum war die angestrebte Fusion der Raiffeisenbank Heiden mit jener von Eggersriet-Grub SG, die eine Zustimmung von zwei Dritteln der Anwesenden benötigte. Verwaltungsratspräsident Heinz Zingg legte ausführlich dar, welche Faktoren für den Zusammenschluss sprächen. Es war die Rede von steigenden Kosten und Kundenbedürfnissen, sich stetig erhöhenden gesetzlichen Auflagen, von sinkenden Margen und davon, dass die Raiffeisenbank weiterhin ein fairer und professioneller Partner sowie attraktiver Arbeitgeber sein wolle. Mit der Übernahme sämtlicher Aktiven und Passiven der Bank in Eggersriet, rückwirkend auf den 1. Januar 2016, könne die Raiffeisenbank Heiden den vielen Anforderungen genügen und ihren Geschäftskreis erweitern. Die Braut aus Eggersriet bringt 174,7 Millionen Aktiven und 168,7 Millionen Passiven, letztlich also einen Aktivenüberschuss von 5,9 Millionen Franken in die Ehe ein. Niemand hatte Anschlussfragen, und es konnte abgestimmt werden. 24 Stimmenzähler in Heiden und Speicher walteten ihres Amtes. Das Resultat: Exakt 1000 Personen stimmten zu, 2 lehnten die Fusion ab.

Es ändert sich nicht viel

Der Standort Eggersriet bleibt erhalten, für alle Mitarbeitenden der Raiffeisenbank Heiden habe der Zusammenschluss keine Konsequenzen. Auch für die Genossenschafter ändert sich nicht viel: Sie erhalten lediglich neue Anteilscheine. Unabhängig von der Fusion wird die Geschäftsstelle in Wolfhalden jedoch auf Ende 2016 geschlossen. Stattdessen wird beim neuen Volg ein Bancomat aufgestellt.

Zwei neue Verwaltungsräte

Die beschlossene Fusion zog Wahlen im Verwaltungsrat nach sich. Die beiden Verwaltungsrätinnen Helga Künzli und Karin Welz hatten ihren Rücktritt eingereicht, freiwillig, wie betont wurde. Auf Vorschlag des Verwaltungsrats wählten die Genossenschafter Markus Storchenegger, Eggersriet, und Beat Bischof, Grub SG, ins Gremium – womit der Frauenanteil im Verwaltungsrat der Raiffeisenbank Heiden wieder auf null gesunken ist.

«Höchster je erzielter Gewinn»

Jürg Baumgartner als Vorsitzender der Bankleitung konnte von einem ausgezeichneten Geschäftsjahr berichten. So lag die Bilanzsumme per Ende 2015 zum erstenmal über einer halben Milliarde Franken. Das Eigenkapital beträgt 4,7 Millionen, die Kundengelder nahmen um 14 auf 422 Millionen Franken zu, das Hypothekengeschäft wurde um 5,8 Prozent gesteigert, der Geschäftserfolg lag bei 3,38 Millionen Franken. «Das ist der höchste je erzielte Gewinn», wie Jürg Baumgartner dazu sagen konnte. Der Jahresgewinn betrug 270 000 Franken. Der Verwaltungsrat beantragte der Versammlung angesichts dieser hervorragenden Zahlen eine Verzinsung der Anteilscheine von 6 Prozent, was einstimmig gutgeheissen wurde.

So konnte in allseits bester Stimmung zum gemütlichen Teil geschritten werden.

Ein wiederkehrendes Bild: Ein Meer von gelben Karten. (Bild: eg)

Ein wiederkehrendes Bild: Ein Meer von gelben Karten. (Bild: eg)

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