10 Jahre Goodwill-Team-Geschichte

Die Sportlerinnen und Sportler des Micarna-Goodwill-Teams folgten am Mittwoch der Einladung ihres Sponsors zum Weihnachtsessen. Gastgeber war einmal mehr der Unternehmensleiter Albert Baumann.

Urs Nobel
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Die Ostschweizer Fraktion des Goodwill-Teams (neu Micarna-Team) zusammen mit Albert Baumann, Unternehmensleiter der Micarna. (Bild: Urs Nobel)

Die Ostschweizer Fraktion des Goodwill-Teams (neu Micarna-Team) zusammen mit Albert Baumann, Unternehmensleiter der Micarna. (Bild: Urs Nobel)

Herr Baumann, pflichten Sie mir bei, wenn ich die Idee des Goodwill-Teams als Erfolgsgeschichte bezeichne?

Albert Baumann: Das ist tatsächlich der Fall. Mit dem Goodwill-Team haben wir unsere Firmenphilosophie verwirklicht und die heisst: Spitzenleistungen im Sport und Spitzenleistungen in der Micarna.

Es macht den Anschein, als ob es den Gedanken des Goodwill-Teams schon ewig gäbe. Wann hat das Projekt tatsächlich seinen Anfang genommen?

Baumann: Entstanden ist das Goodwill-Team im Jahr 2004 mit Marcel Bürge, unserem Einzelsportler aus dem Schützenbereich. In späteren Jahren bis und mit heute ist dieses Team stetig gewachsen und darf, um auf die erste Frage zurückzukommen, als einzigartige Erfolgsgeschichte bezeichnet werden.

Ist der Einfall, seitens der Micarna ein Goodwill-Team zu gründen tatsächlich einmal während dem Fachsimpeln zwischen dem Sportjournalisten Urs Huwyler und Ihnen entstanden?

Baumann: Das ist tatsächlich so. Ich kannte Urs Huwyler schon früher in seiner damaligen Funktion, und die Idee des Goodwill-Teams ist von uns beiden realisiert worden. Wir fanden gemeinsam etliche Punkte – die sportliche Ausrichtung der Micarna als Hauptgrund –, um eine Zusammenarbeit miteinander einzugehen.

Vor zehn Jahren handelte es sich um einen Sportler. Heute sind es rund 30 Sportlerinnen und Sportler aus verschiedenen Sportarten und aus der ganzen Schweiz dabei. Wer entscheidet über eine Aufnahme von neuen Mitgliedern?

Baumann: Das ist gar nicht so einfach. Wir werden jeweils mit unzähligen Anfragen von Sportlerinnen und Sportlern konfrontiert, die von uns gesponsert werden wollen und auch in unserem Team Unterschlupf finden möchten. Für uns gilt es immer, gezielt über eine Aufnahme ins Team zu befinden. So wollen wir beispielsweise eine Sportart, die bei uns bereits vertreten ist, meistens nicht doppelt oder mehrfach vertreten haben. Die Selektionen nimmt jeweils unsere Geschäftsleitung vor. Für eine Sponsoring-Zusage ist es uns sehr wichtig, dass ein neuer Sportler auch in unser bestehendes Team hineinpasst.

Sie unterstützen besagte Sportlerinnen und Sportler, erwarten aber auch eine Gegenleistung. Wie sieht eine solche konkret aus?

Baumann: Uns ist wichtig, dass unsere Goodwill-Sportler immer und zu jeder Zeit eine Vorbildrolle ausüben. Das gilt einerseits für den Sport, vor allem aber auch für unsere Mitarbeiter. Für unsere internen Schulungen ziehen wir regelmässig Goodwill-Sportler hinzu. Als klassisches Beispiel Daniel Hubmann, der OL-Läufer: Strategie und Kompass, das passt natürlich optimal zu einem Schulungsthema. Wir versuchen stets, die passenden Sportarten in unsere strategischen Zielsetzungen mit einzubinden.

Wie wichtig ist es der Micarna, dass ihre Sportler Erfolg haben und beispielsweise wie die Triathlein Nicola Spirig regelmässig im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehen?

Baumann: Der Erfolg ist natürlich schon wichtig. Vor allem aber für den Sportler. Bleiben wir beim Beispiel Nicola Spirig. Bei Siegerehrungen sieht man bei ihr das Micarna-Logo kaum einmal. Das ist uns auch nicht am wichtigsten. Wichtig ist jedoch, dass sie dank ihren unzähligen Siegen junge Leute zu motivieren vermag, ihr nachzuahmen und selber Erfolge anzustreben.

Sie vermag aber offenbar auch Sie zu motivieren. Gelegentlich sieht man Sie mit einem enganliegenden Dress auf dem Bike oder als ausdauernden Läufer. War dies schon früher so, oder ist diese Leidenschaft wegen des Goodwill-Teams entstanden?

Baumann: (schmunzelt) Ich bin seit meinen Jugendjahren mit dem Sport verbunden. Ich spielte früher Fussball. Später betätigte ich mich aber auch als Schütze. Der Laufsport, wie ich ihn heute ausübe, ist der ideale Sport, den ich unabhängig von meiner Arbeitszeit betreiben kann. Also abends spät oder auch morgens früh. Für mich ist es der Aspekt Gesundheit, der motiviert, mich zu bewegen oder an den von ihnen angesprochenen Anlässen mitzutun.

Nach zehn Jahren Micarna-Goodwill-Team wechseln Sie den Namen zu Micarna-Team. Worauf basiert dieser Entscheid, und mit welcher Änderung werden die Sportler dadurch konfrontiert?

Baumann: Für die Sportler ändert sich eigentlich gar nichts. Sie bleiben Mitglied des Teams. Was wir hingegen mit der Namensänderung anstreben, ist, unsere eigenen Mitarbeitenden noch mehr zu motivieren, regelmässig Sport zu betreiben und sich somit auch selber als Mitglieder des Teams zu sehen. So hat auch jeder Mitarbeitende die Gelegenheit, den Namen Micarna-Team in die Welt hinauszutragen.

Albert Baumann Unternehmensleiter Micarna SA (Bild: Urs Nobel)

Albert Baumann Unternehmensleiter Micarna SA (Bild: Urs Nobel)

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