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APPENZELLERLAND: Zwei Gleitschirm-Unfälle innert weniger Minuten: Die Flugschüler waren verunsichert

Am Wochenende sind im Appenzellerland gleich drei Gleitschirmpiloten verunglückt. Die Unfälle werden untersucht, um die Prävention zu verbessern.
Dinah Hauser
Gleitschirmfliegen verlangt strikte Sicherheitsvorschriften. (Bild: Getty)

Gleitschirmfliegen verlangt strikte Sicherheitsvorschriften. (Bild: Getty)

Am vergangenen Wochenende sind im Gebiet Kronberg drei Gleitschirmpiloten verunglückt. Der Unfall am Samstag endete tödlich. Am Sonntag flogen bei der Landung zwei Flugschüler innerhalb weniger Minuten in die selbe Telefonleitung und stürzten ab. Die betroffene Flugschule bestätigt die beiden Unfälle vom Sonntag. Laut dem Ausbildungsleiter der Schule konnte durch gute Protektoren Schlimmeres verhindert werden. Beide Verunfallten durften das Spital am gleichen Abend wieder verlassen.

"Wir setzen voraus, dass Flugschüler Helme mit Kinnschutz, spezielle Rückenprotektoren und Wanderschuhe tragen. Damit übertreffen wir die Sicherheitsvorschriften des Hängegleiterverbandes bei weitem", sagt der Ausbildungsleiter. Beide verunfallten Schüler hatten geübt, alleine zu landen. Und meldeten dies beim Landeleiter auch so an. "Am nächsten Tag sagten sie mir aber, dass sie wegen des tödlichen Unfalls in Gonten verunsichert und unkonzentriert waren. Und führten aus diesem Grund wohl einen zu tiefen Landeanflug aus", sagt der Ausbildungsleiter. Dies führte dann zu der Kollision mit der Telefonleitung.

"Jeder Unfall wird untersucht"

Die grundlegenden Sicherheitsvorschriften lege der Bund fest, heisst es beim Schweizerischen Hängegleiterverband SHV. Der Verband mache detaillierte Empfehlungen über die Ausbildung. Diese seien für Flugschulen mit SHV-Label Pflicht. Die Vorschriften werden vom SHV kontrolliert. Der Verband besucht dazu 20 Flugschulen pro Jahr, wie er schreibt. «Zudem wird jeder Unfall untersucht. Ausserdem gehen wir Hinweisen auf Mängel bei der Ausbildung individuell nach.» Ergebnisse von Unfalluntersuchungen fliessen in die Prävention und in die Aus- und Weiterbildung ein, wie es weiter heisst. Laut SHV verunfallen jährlich durchschnittlich sechs Schweizer Gleitschirmpiloten tödlich.

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